Souveräner Sieg mit kleinen Makeln

Nach der letztwöchigen 0:35-Niederlage auf heimischem Feld gegen die Sacristans konnten die roten Ritter in ihrem zweiten Heimspiel der Rückrunde wieder Selbstvertrauen tanken. Die Red Knights gewannen souverän mit 27:6 gegen das Wolfpack Bad Mergentheim, welche allerdings auch mit nur 28 Mann anreisten. Auch gab es eine kleine Phase im Spiel, in welcher es sich die Ritter selbst unnötig spannend machten. Doch der Reihe nach.
Die Offense der Tübinger erhielt zu Beginn den Ball und schaffte es in einem souveränen ersten Drive mit einer Mischung aus Pass- und Laufspiel über das Feld zu marschieren. Am Ende flutschte Tobias Lutz zum Touchdown in die Endzone. Durch erfolgreichen Kick stand es somit früh 7:0. Umgekehrt konnte die Defense die Wölfe in Schach halten, wobei dem amerikanischen Quarterback einige gute Pässe und auch Läufe gelangen, sodass die Wölfe immer wieder auch an der Tübinger Endzone anklopften. Doch gerade in solchen Goalline-Situationen zeigt sich immer wieder, wie stark die Defense der Red Knights ist. Im Verlauf der ersten Halbzeit konnte auch die Offense wieder zeigen, was sie kann. Nach einem erneut starken Drive tankte sich Luis List zum Touchdown in die Endzone. In einem anderen Drive konnte nach einem langen Lauf von Tobi Lutz über 30 Yards dann vor der Halbzeit noch Fabian Wolter einen Zuckerpass von QB Steffen Becker fangen und das Ei hinter die Endzone tragen. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, ging man mit 20:0 in die Pause. 
Doch das, was bisher den Rittern gelang, nämlich ein Comeback in der zweiten Hälfte, wollte man unbedingt vermeiden und so heizte man sich in der Pause ein, genauso weiterzumachen wie bisher. Die Euphorie war jedoch wohl etwas zu groß und es verpasste den Gastgebern einen großen Dämpfer, dass die Bad Mergentheimer einen erfolgreichen Kickoff-Return-Touchdown schafften – der Worst Case des verteidigenden Special Teams. So stand es nur noch 6:20, die Wölfe waren euphorisiert und die Tübinger verunsichert. Auch wenn einige Spielzüge im 3. Quarter funktionierten, waren es kleinere individuelle Fehler, die zum Punkten fehlten. Auch die Defense hatte Glück, dass die Bad Mergentheimer es sich durch Strafen immer wieder selbst schwer machten, in Schwung zu kommen. Im 4. Quarter allerdings schien dann der Bann vollends gelöst. Ein zurückgetragener Forced Fumble vom hellwachen Lukas Wiesner bereitete den Tübingern eine gute Feldposition. Am Ende verwandellte Fullback Stefan „Holzi“ Ruoff den Sieg-Touchdown mit einer spektakulären Flugeinlage, die seinem Spitznamen alle Ehre machte, zum 27:6 Endstand. Head Coach Sven Diether zum Spiel: „Es ist natürlich schön, wenn 3 verschiedene Running Backs einen Touchdown erzielen, dazu noch einen über Pass – Was will man mehr? Aber nichtsdestotrotz müssen wir durch die Niederlagen gegen Freiburg weiterhin alles geben und jedes Spiel gewinnen, wenn wir noch eine Chance auf die Meisterschaft wollen.“ 
Bedauernswert auf Tübinger Seite sind die drei Verletzten Spieler, welche das Lazarett der Ritter auf unbestimmte Zeit füllen werden. Hier bleibt zu hoffen dass die Spieler sich baldmöglichst rehabilitieren und auf das Feld zurück kehren können, wo sie die nächste Zeit schmerzlich vermisst werden.

Be a Red Knight!

Satz mit X – Klatsche gegen Freiburg

Mit großen Ambitionen empfingen die Red Knights die Sacristans aus Freiburg zum ersten Rückrundenspiel der Oberliga. Das Wetter war kaiserlich, die Stimmung stimmte und trotz einiger Ausfälle waren sehr viele Spieler spielbereit. Die Niederlage aus dem Hinspiel (8:0 in Freiburg) sollte wett gemacht und der Vorsprung innerhalb der Tabelle vergrößert werden, doch alles sollte ganz anders kommen:

Gleich mit dem Kick-Off leisteten sich die Tübinger eklatante Fehler. Der Returner ließ den Ball abtropfen und konnte nicht schnell genug den wegkullernden Ball sichern. Die Breisgauer schalteten etwas schneller und sicherten wenige Yards vor der Tübingen Endzone den Ball für die eigene Offense. Diese ließ sich nicht zweimal bitten und bestrafte eiskalt den Fehler mit dem Touchdown – 07:00. 

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit neutralisieren sich lange beide Teams. Keines war wirklich stärker oder schwächer. Einige Turnover auf beiden Seiten, sowie auch Strafen und individuelle Fehler bestimmten das Geschehen. Und so führte eine dieser Aktionen auch zum zweiten Touchdown der Messdiener kurz vor dem Pausenpfiff. Ersatz-Quarterback Nelson Stegmayer – seit kurzer Zeit wieder zurück im Lande – suchte wenige Yards vor der eigenen Endzone seinen Widereceiver, doch die exzellente Arbeit der Freiburger Verteidigung roch den Braten und schlug hier bitter zu: der Cornerback pflückte wenige Zentimeter vor dem Passempfänger den Ball aus der Luft und trug ihn in die Endzone – 14:00.

Ambitioniert kamen beide Teams dann auch wieder aus der Halbzeit. Mit dem Wissen, im der jüngsten Vergangenheit solche Scharten noch auszuwetzen wollten die Ritter auch hier den Charakter der Sacristans prüfen. Doch leider hielten diese erneut Stand. Gleich im ersten Drive nach der Pause marschierten die lilanen über das Feld und konnten per Bigplay auf 21:00 erhöhen. Dieser Stand sollte noch bis ins vierte Quarter bestehen bleiben, ehe es nochmals richtig bitter wurde. Ein hervorragend geworfener Slant konnte von den Rittern nicht mehr verteidigt werden, so dass der freie Receiver ungestört in die Endzone zum 28:00 lief. Ein weiterer Turnover brachte kurze Zeit später, wieder einmal die Sacristans in aussichtsreiche Position. Erneut ließen sich die Südbadener nicht zweimal bitten und markierten den 35:00 Endstand.

Die Red Knights haben mit dieser überdeutlichen Niederlage nun die Chance verspielt, aus eigener Kraft Meister zu werden. Erneut muss nun auf die Konkurrenz gehofft werden , während jeder weitere Fehler nun tödlich ist. Headcoach Diether nach dem Spiel: „ Heute haben wir Geschenke verteilt. Auch Freiburg hat welche verteilt, anders als wir haben diese aber ihre Chancen genutzt. Die Jungs haben intelligent gespielt und immer einen kühlen Kopf bewahrt.“ Auch der Freiburger Coach Oppermann äußerte sich ähnlich: „Wir waren im ersten Moment überrascht vom Tübinger QB, konnten hier aber letztendlich erfolgreich anpacken. Die Turnover auf beiden Seiten waren unnötig, spielten uns aber heute gut in die Karten.“

Be a Red Knight!

Mentalitätsmonster reißt die Greifen

Am Samstag gewannen die Ritter auch ihr zweites Heimspiel, und somit die letzte Partie der Vorrundenserie. Und wieder einmal bekamen die Zuschauer einiges geboten.

Die Badener Greifs starteten mit dem Angriffsrecht und legten gleich los wie die Feuerwehr. Die ritterliche Verteidigung, anders als bisher gewohnt fand keinerlei Zugriff und vor allem der US-Quarterback spielte Katz und Maus mit den Tübingern. Und so kam es dann auch wie es kommen musste: Nach einigen wuchtigen Läufen und einem feinen Kurzpassspiel sezierte der Spielmacher im ersten Drive die Verteidigung und tänzelte in die Endzone. 

Im Anschluss kamen die Neckarstädter Offensive auf das Feld. Und für die Fans zeigte sich wieder mal das gewohnte Bild: wuchtige Läufe, kurze Pässe, ein dominanter Auftreten und in der Redzone fehlt der letzte Biss. Die Tübinger Startschwäche zeigte ihr übliches Gesicht. Die Lücken gingen zu, Unkonzentriertheit und Slapstickeinlagen konnten das Blatt nicht wenden, während die Gäste aus Grünwettersau fleißig weiter punkteten.

Mit einer 00:19 Führung gingen die Mannschaften bei mittlerweile strömenden Regen in die Halbzeit und einige der Zuschauer nach Hause. Und wie es sich zeigte sollten es diese auch bereuen. Die Teams kamen komplett verwandelt aus den Kabinen. Die Offensivabteilung der Tübinger marschierte wie von der Tarantel gestochen über das Feld und Fullback Luis List überrollte quasi die Defense unwiderstehlich zum 06:19. Der PAT von Philipp Perus war gut und noch somit noch 12 Punkte zum aufholen. 

Der Wettergott sollte nun auch Fan der Ritter sein, anders als in der ersten Halbzeit, spielte die Witterung nun den Tübingern voll in die Karten. Die stark dezimierten Defense bekam endlich Zugriff auf die Badener und halfen somit immer wieder ihre Offense auf das Feld zu schicken. Und trotz teils starkem Regen war das Passspiel ein entscheidender Faktor: der Mix aus Lauf- und Wurfspiel ließ die Knights erneut über das Feld marschieren und Quarterback Steffen Becker persönlich vollendete nach einem QB-Sneak zum 14:19 (PAT durch Perus). 

Nun schienen die Gäste gebrochen: nach wenigen Spielzügen stoppte erneut die Defense die Angriffsbemühungen der Greifen und sendete die eigenen Offensivreihen auf das Feld. Jan „Flutschi" Homann fasste sich ein Herz, machte seinem Namen volle Ehre und durchglitt die Verteidigung der Badener. Als er diese überwand, sprintete er über das Feld über 85 Yards in die Endzone – das Match war gedreht. Die anschließende 2-Pt-Conversion schlug fehl und mit einsetzendem Sonnenschein wurde es auch nochmals brenzlig.

Die Greifen kamen bis auf etwa 25 Yards an die Tübinger Endzone heran, doch konnten das Fieldgoal nicht treffen. Diethers Mannschaft ließ in Folge dessen geschickt die Uhr herunterlaufen und konnte dann die letzten vier Versuche zum 20:19 Sieg abknien.

Dank der Fellbach Warriors, welche am Sonntag fulminant die SSV Reutlingen 05 Eagles besiegten, hat die Tübinger Mannschaft nun auch ein kleines Polster auf den zweiten Tabellenplatz. Doch Diether warnt und mahnt zur Besonnenheit: „Unser nächster Gegner (Sacristans) hat uns im Hinspiel geschlagen und war hervorragend eingestellt. Wir können uns nicht immer darauf verlassen in der Halbzeit zurück zukommen, sondern müssen von der ersten Sekunde an Hellwach sein! Ansonsten ist der Punktevorsprung so schnell weg, wie er gekommen ist.“

Be a Red Knight!

Damen erneut siegreich

Nach dem grandiosen Saisonauftakt der SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies vor zwei Wochen, konnten die Damen nun beim ersten Auswärtsspiel in Erfurt erneut brillieren.

Nach einem erfolgreichen Kick-Off Return durch Ellen Geyer bis zur Mitte des Feldes, konnte Sophia Haller bereits im ersten offensiven Spielzug einen Lauf über 50 Yard zum ersten Touchdown für die Frauen verwandeln. Durch einen QB-Sneak von Gabriele Duvinage führte die 2-Point-Conversion zu einer 0:8 Führung.

Durch den anschließenden Touchdown der Indigos versprach das Spiel ausgeglichener zu werden, als der letzte Auftritt der rot-schwarzen Spielgemeinschaft. Ein durch Sina Zeller geblockter PAT-Versuch ergab den Zwischenstand 6:8.

Im darauffolgenden Angriff konnte durch einen erneut starken Lauf von Sophia Haller und den darauf folgenden Touchdown (Sabrina Deckert) und erfolgreicher 2-Point-Conversion (Laura Frey) der Vorsprung nun auf 6:16 ausgebaut werden.

Durch einen starken Auftritt der rot-schwarzen Defensive kamen die Erfurt Indigos nicht mehr in die Nähe unserer Endzone. 

Die Eröffnung des zweiten Viertels begann mit einem schönen Touchdown-Pass auf Sophia Haller (6:22). Mit einer erneuten 2-Point-Conversion durch Sabrina Deckert konnte der Spielstand auf 6:24 erhöht werden.

Eine immer noch bärenstarke Defense zwang die Offensive der Indigos nach drei Versuchen erneut zu einem Punt. Die Offensive der Spielgemeinschaft schaffte es darauffolgend mit mehreren Spielzügen bis kurz vor die gegnerische Endzone. Allerding führte ein Ballverlust zu einem jähen Ende des Angriffs. 

Innerhalb der letzten zwei Minuten gelang es dann Wide Receiver Ellen Geyer durch einen Lauf über 30 Yards bis an die gegnerische 29 Yard-Linie. Es war erneut Sophia Haller, welche den Pass in der Endzone fing und somit auf 6:32 erhöhte (2-Point-Conversion Elisabeth Kammermeier). Dies war schließlich auch der Punktestand zur Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann für die Erfurt Indigos erneut mit einem durch die Defense erzwungenen Punt. Ein weiteres Mal schaffte es WR Sophia Haller mit einem 70-Yard-Lauf an den gegnerischen Reihen vorbei in die Endzone. Spielstand: 6:40 (2-Point-Conversion Michele Kießling).

Nach einem erneuten Punt der Erfurter schaffte es Tabea Huber mit einem starken Punt-Return die Offense der Spielgemeinschaft in eine ideale Position zu bringen. Trotz den Bemühungen der Offensive und einem starken Lauf durch Elisabeth Kammermeier, konnten keine erneuten Punkte erzielt werden.

Nach dem erneuten Ballbesitzwechsel, konnte die Defense erneut auftrumpfen, indem Sina Zeller es schaffte einen verlorenen Ball der Erfurter zu sichern. Diese Möglichkeit ließ sich die rot-schwarze Offensive um Gabriele Duvinage nicht entgehen, um den Punktestand erneut in die Höhe zu treiben. Erneuter Touchdown durch Sophia Haller und anschließende 2-Point-Conversion durch Ellen Geyer. Spielstand: 6:48.

Durch beidseitiges Einverständnis wurde entschieden, dass die sogenannte Mercy Rule in Kraft tritt. Hierbei wird die verbleibende Zeit nur noch bei Verletzungsunterbrechungen und Time-Outs gestoppt. Aufgrund dieser Tatsache war es beiden Seiten nicht möglich, weitere Punkte zu erzielen. 

Somit gewann die SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies ihr zweites Spiel verdient mit 48:6.

Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft der Erfurt Indigos und freuen uns auf das Rückspiel. Außerdem wünschen wir auf diesem Wege allen Verletzten eine gute und schnelle Genesung.

Be a Red Knight!

Dank der Defense zum Sieg

Nicht mit Ruhm bekleckert, aber doch mit einem Sieg belohnt haben sich die Tübinger Red Knights, welche in Fellbach gegen die Fellbach Warriors dank einer stabilen und hellwachen Defense das Spiel 16:0 gewinnen konnten.

Schon früh nach dem Kickoff zeigte sich die berüchtigte Härte der Fellbacher Defensivreihen, welche frühzeitig die Lücken zumachen konnten und es immer wieder schaffte, das Laufspiel der Tübinger Offensive zunichte zu machen. Hingegen schafften es die Fellbacher zu Beginn der Partie mit stabilen Drives bis kurz vor die Endzone der Ritter, wo die Defense aber dann schlussendlich standhielt. Der Versuch zum Field Goal war nicht erfolgreich, sodass es beim 0:0 blieb. Die Tübinger Offense fand nicht ins Spiel, oft hieß es „3 and Out“. Als die Läufe nicht funktionierten, stellte man auf mehr Pässe um, doch auch hier ließ man Chancen liegen, zumal manchmal das nötige Quäntchen Glück oder eben ein paar Zentimeter zum erfolgreichen Catch fehlten.

Im zweiten Quarter konnte dann die Defense der Ritter zum ersten Mal zeigen, wieso sie die beste der Liga ist: Nach einem Forced Fumble an der 35-Yard-Linie der Fellbacher pflückte der hellwache Lukas Wiesner das Ei und sprintete zum Recovery Touchdown unaufhaltsam über dreiviertel des Spielfeldes. Nach erfolgreichem Extrapunkt durch Kicker Lukas Edelmann stand es 0:7 für die Gäste in Rot. Kurz vor der Halbzeit gab es eine kurze Schrecksekunde, als die Krieger mit einem Punt Return bis an die 20er-Linie der Tübinger kamen, doch auch hier hielt die Defense, die die harten Hits mit harten Tackles konterte, und so ging man mit einem Touchdown Führung in die Halbzeit.

Die Offense schaffte es jedoch nicht, sich zu stabilisieren. Als durch eine Interception von Chris Treff vor dem Ende des 3. Quarters die Tübinger eine gute Ausgangsposition in der Mitte des Spielfelds herausgeholt wurde, gelang immerhin ein Drive, der mit einem Field Goal zum 10:0 Stand belohnt wurde, Kicker Edelmann setzte das Leder zwischen die Torstangen. Am Ende jedoch war es wieder die die Defense, die die Punkte machte. Ein Passversuch des Fellbacher Quarterbacks aus der eigenen Endzone landete direkt in den Armen von Ulf Heyne, der sofort losrannte und ungeblockt in die Endzone den „Pick Six“ herausholte. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, stand es am Ende 0:16 für Tübingen. Die Partie konnte noch rechtzeitig beendet werden, ehe es kurz nach Abpfiff zu donnern und regnen begann. Durch den Sieg mischen die Tübinger weiterhin im Meisterschaftsrennen mit, während die Fellbacher, die bisher sieglos sind, auf dem vorerst letzten Tabellenplatz verbleiben. Das Fazit der Trainer-Crew zum Spielabschluss: „Fellbach hat sich heute selbst geschlagen. Eine gute Truppe die unverdient auf dem letzten Platz steht. Wir sind zwar nun Tabellenführer, dies ist aber nur eine Momentaufnahme. Wir dürfen uns hier nichts mehr erlauben!“

Am Samstag den 25.05. empfangen die Ritter die Badener Greifs. Ein sogenanntes Vier-Punkte Spiel, da auch die Karlsruher mittlerweile im Kreis der Aufstiegsaspiranten ist und nur auf Grund der weniger absolvierten Partien derzeit den dritten Tabellenrang belegt.

Be a Red Knight!

Furioser Sieg im Lokalderby

Im heiß erwarteten Lokalderby zwischen den SSV Reutlingen 05 Eagles und den Tübingen Red Knights konnten die zahlreich angereisten Fans Zeugen dessen werden, was man im Football gemeinhin als "momentum shift" kennt: Nach einem 17:00-Rückstand am Ende des 1. Quarters schafften es die roten Ritter sich nach einer furiosen Aufholjagd am Ende der Partie mit einem 17:20-Sieg zu belohnen.

Die Ritter starteten denkbar unglücklich in die Partie: Die Reutlinger Offense ließ die Tübinger Verteidigungslinien hinter sich, marschierte mit langen Läufen über das Feld und belohnte sich mit dem 1. Touchdown nach wenigen Minuten zum 7:0 (PAT getroffen). Kurz darauf, gerade als die Tübinger Offense langsam ins Spiel kam, warf Quarterback Steffen Becker eine unglückliche Interception, die zum "Pick Six" von den Reutlingern verwandelt wurde. So stand es bereits nach 12 Minuten 14:0. Und auch zu Beginn des 2. Quarters fand die Defense noch kein probates Mittel gegen die bis dahin stark aufspielende Reutlinger Offensive. Ein weiterer Touchdown konnte jedoch verhindert werden, doch durch ein Field Goal erhöhten die Reutlinger auf 17:0. Zu diesem Zeitpunkt schien die Hoffnung auf einen Sieg sich in Luft aufgelöst zu haben, doch was ab der Mitte des 2. Quarters passierte, lässt sich schwer in Worte fassen, wenn man nicht selbst live dabei war. Die zahlreich angereisten Tübinger Fans wurden immer lauter, die Offense der Ritter immer selbstbewusster, die Defense zeigte mehr Härte. Die Tübinger Angriffswelle rollte in starken Läufen über das Feld und wurde am Ende durch einen genialen Pass von Steffen Becker, der sich durch seine Interception nicht aus der Ruhe hat bringen lassen, mit einem Touchdown belohnt, als Fabian Wolter das Ei aus der Luft zum 7:17 pflückte (PAT durch Philip Perus erfolgreich). Ein Knistern lag auf einmal in der Luft, die Reutlinger wurden nervöser und die Tübinger drehten auf. Die Tübinger Defense kontrollierte von nun an das Reutlinger Spiel, insbesondere durch QB-Sacks von Nils Lechner und Jakob Bangen und hartes Tackling der Linebacker kamen die Reutlinger nicht mehr voran. Nach der Halbzeit ging es wild weiter. Das 3. Quarter blieb ein offener Schlagabtausch der beiden Offenses, bei dem die Tübinger mehr Raum machen konnten. Ein kleiner Dämpfer für die immer motivierteren Ritter war das misslungene Field Goal, mit dem man den Spielstand weiter hätte verkürzen können. Doch ließen sich die Tübinger auch hiervon nicht entmutigen und zeigte weiter, was es heißt bis zum Ende mit Vollgas Football zu spielen. Die Reutlinger Defense wurde immer müder und unaufmerksamer, während die Tübinger Offense Line alles wegblockte, was ihnen im Weg stand. Die Running Backs fanden ihre Lücken, doch war letztlich die enorme Akrobatik von Fabian Wolter erneut ausschlaggebend, dass das Spiel von nun an gedreht werden konnte. Dieser erwischte im 4. Versuch an der gegnerischen 3 Yard-Linie den Ball gerade noch so mit den Fingerspitzen und packte zu. Luis List musste sich dann noch durch eine müde Defense Line durchtanken, mit dem erfolgreichen Extrapunkt stand es 14:17, alles war wieder offen. Und nun konnte auch noch die Defense der Ritter zeigen, warum sie die beste der Liga ist: Der nervöse Reutlinger Quarterback fumbelte den Ball und ein sehr aufmerksamer Lennart "die Kralle" Sommer pflückte das Ei vom Boden und marschierte durch drei (!) Verteidiger, von denen ihm einer noch am Bein hing, in die Endzone zum Touchdown-Return. Doch da der Extrapunkt nicht gelang, hätten mit dem neuen 17:20-Stand die Reutlinger durch ein Field Goal noch ausgleichen können. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Stimmung vollkommen gedreht: Während zu Beginn der Partie Fassungslosigkeit auf der Tübinger Seite herrschte, konnte man nun an der Sideline sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Angeheizt durch die Ersatzsspieler skandierten die Tübinger Fans laute Schlachtrufe, die die Denfense weiter antrieb. Am Ende konnten die Reutlinger keinen entscheidenden Raumgewinn mehr machen und nachdem alle Timeouts aufgebraucht waren, konnten die Tübinger endlich abknien und diese harte Aufholjagd mit einem fulminanten Derbysieg krönen. 

Die Red Knights setzen damit ein großes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf, während es für die bisher siegreichen Reutlinger vor heimischer Kulisse einen ersten großen Dämpfer bedeutete. Wir bedanken uns bei allen angereisten Fans für den geilen Support und natürlich auch den Reutlinger Eagles für ein hartes, aber faires Spiel und eine atemberaubende Kulisse im Flutlicht an der Kreuzeiche.

Be a Red Knight!

Mit blauem Auge davon gekommen – Red Knights gewinnen gegen Neckar Hammers

Denkbar knapp konnten die Tübinger Ritter am Samstag die Heimspielpartie gegen die Schwenninger mit 16:13 für sich entscheiden.

Den Samstag hatten sich sicherlich viele anders vorgestellt: Die Unistädter sannen auf Wiedergutmachung nach der bitteren, aber knappen Niederlage gegen die Freiburger. Am Himmel braute sich eine bedrohliche Kulisse zusammen und ein Gegner kam angereist, welcher eine bittere Niederlage gegen einen Aufsteiger schlucken musste.

Wie üblich haben die rot-schwarzen beim Coin-Toss das Erstangriffsrecht an die Gäste ab, um mit der Defense ein erstes Ausrufezeichen zu setzen, was wie üblich auch gelang. Nach wenigen Versuchen mussten die Hammers wieder vom Feld. Doch zum Schock der Rund 200 Zuschauer, welche trotz widrigen Bedingungen den Weg in die Stemmler-Arena fanden, zeigte sich die Verteidigung der Zwillingsstädter ebenso wach. Ritter-Qb Jonathan Schmidt wurde beim dritten Versuch extrem stark bedrängt und warf einen Pass direkt in die Arme des Gegners, welcher völlig unbedrängt für sechs Punkte in die Endzone lief. Auch der PAT saß und die Ritter lagen mit 00:07 zurück. 

Die Partie in des schwappte nun mehr oder weniger vor sich her, beide Mannschaften schenkten sich nicht viel, bis kurz vor Ende des ersten Quarters der zweite große Schock eintrat: Runningback Tobias „Beo" Lutz wurde von den Kontrahenten zu Fall gebracht und landete mit dem Rücken voran, auf dem Knie des Verteidigers. Er konnte zwar nach einiger Zeit das Feld selbst verlassen, doch die Partie war für ihn vorüber.

Im zweiten Quarter wurde es dann doch wieder etwas brenzliger: zuerst verdunkelte sich der Himmel, stürmischer Wind und Regen zogen auf und das Spiel musste unterbrochen werden. Nach ca. 10 Minuten betraten die beiden Neckarteams wieder den Platz und setzten das Match fort. Sofort zeigte sich, wer die ungewollte Pause besser verkraftete: die Tübinger marschierten über das Feld und Jeffrey Behr gelang der zweite Rushing-Touchdown in dieser Saison. Der PAT von Edelmann war leider zu kurz und es ging mit 06:07 in die Pause.

Aus dieser zurück, so schien es, dass die Lilanen diesmal besser in die Partie zurückfanden. Nach nur wenigen Drives, konnte der gegnerische Quarterback seinen Receiver finden, welcher nach einem sehenswerten Catch über ca. 25 Yards in die Endzone lief. Da auch der Schwenninger-Kicker wenig Glück beim PAT hatte, gingen die Hammers mit breiter Brust und 13:06 Punkten in das vierte Quarter.

Hier überschlugen sich dann die Ereignisse: Die ritterliche Defense - nach dem Aussetzer sofort wieder hellwach – zwang die Lianen zum Punt. Doch der Longsnapper snappte den Ball in den zweiten Stock, der Punter konnte diesen nicht fangen und rannte dem Ball in die eigene hinterher. Ebenso wie Linebacker Lukas „Weasley" Wissner, welcher blitzartig schaltete und somit den Punter zum Safety niederstreckte – Punktestand somit 13:08. Darauf folgend dann das große Comeback vom verletzten Quarterback Steffen Becker, nach einem Jahr der Pause, gegen das Team welches ihn diese gekostet hatte.

Nach wenigen Drives der Eingewöhnung marschierten die Ritter wieder einmal über das Feld und fanden sich wenige Yards vor der Schwenninger Endzone wieder. Runningback Jan „Flutschi" Homann machte seinem Spitznamen erneut alle Ehre und stahl sich in die Endzone. Um das Momentum auszunutzen, ging Diether hier für die 2-Pt-Conversion: die altbewährte Connection griff sofort wieder und Becker vollendete einen Pass auf Wolter zum Endstand von 13:16.

Die Tübinger sind nun also nochmals mit dem Schrecken davon gekommen und bereiten sich diese Woche auf ein ganz spezielles Match vor:

Man trifft im Lokalderby auf den Aufsteiger aus Reutlingen, auf den ehemaligen Aufstiegscoach Cesare de Pauli und den derzeitigen Tabellenführer, die SSV Reutlingen 05 Eagles.