Erneut in der Relegation gescheitert

Wie schon im Vorjahr konnten sich die Red Knights für die Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga qualifizieren, doch in beiden Jahren scheiterten sie recht deutlich. Nach einer 09:17 Niederlage im Rückspiel am vergangenen Sonntag steht am Ende eine Touchdownpunktebilanz von 12:59 für die Twister. Somit müssen sich die Ritter nächste Saison erneut in der Oberliga beweisen.

Bei perfektem Footballwetter eröffneten die Twister das Spiel mit ihrer Offensive, geführt von ihrem ehemaligen Jugend-Quarterback. Durch eine gute Mischung zwischen Lauf und Pass arbeiteten sie sich bis kurz vor die Ritterendzone vor. Vollendet würde der Drive durch einen kurzen Lauf durch eben jenen sehr agilen Quarterback (0:7).
Tübingen konterte mit gutem Laufspiel, konnte aber daraus kein Kapital schlagen und musste das Angriffsrecht abgeben.
daraufhin dominierten beide Defensivreihen das Geschehen und somit ging es mit einem 0:7 Rückstand in die Pause.

Zu Beginn des 3. Quaters ging es Schlag auf Schlag. Zuerst puntete Vincent Dorn an die Twister 1 Yardlinie, daraus resultierte ein Safety (2:7). Der folgende Kickoff wurde aber fallen gelassen und die Twister antworteten trotz guter Gegenwehr der Ritterdefense mit einem Touchdown (2:14). 
Im folgenden Drive eroberten die Gäste einen Fumble knapp vor der Endzone der Hausherren und konnten daraus ein Fieldgoal verwandeln.
Nach dieser kurzen Hochphase dominierten wieder beide Defensiven das Spiel.

Aus guter Feldposition sorgte Luis List noch kurz vor Schluss für einen Touchdown, erst durch hervorragende Blockarbeit für Runningback Kollegen Jeffrey Bähr und dann durch einen eigenen Lauf in die Endzone zum Endstand von 09:17 

Wir bedanken uns bei den Twister für das faire Spiel und wünschen viel Erfolg in der kommenden Saison. Wir sehen uns wieder!

BE A RED KNIGHT!

Bild: party-herrenberg.de

Relegations-Hinspiel: Herbe Niederlage mit ausgedünntem Kader

Die Tübigen Red Knights mussten sich im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga gegen die Holzgerlingen Twister miteiner bitteren Niederlage geschlagen geben. Der aufgrund von Verletzungen und Weggängen aufgrund des Termins in den Sommerferien ausgedünnte Kader verlor das Spiel deutlich mit 42:3
.
Dabei begann die Partie zunächst verheißungsvoll für die Ritter, deren Offense im ersten Drive konstant nach vorne marschierte und sichfrüh mit einer 3:0-Führung durch den erfolgreichen Kick von Vinni Dorn belohnte. Als die Defense der Red Knights danach aufs Feld kam schienen sie zunächst ebenso die Räume zu kontrollieren, dochwurden dann die Schwächen in der Passverteidigung aufgrund der personellen Situation schnell sichtbar. Ein langer Ball des Holzgerlinger Quarterbacks fand seinen Reciever und so stand es 7:3 für dieGastgeber. In der Folgezeit stellten die Holzgerlinger ihre Verteidigung um, stellte die „Box“ zu und konnte so das Laufspiel der Gäste besser kontrollieren. Nichtsdestotrotz bot die Tübinger Offenseeinige gute Läufe der Running Backs Tobias Lutz und Jeffrey Bähr sowie Catches der Reciever Fabian Wolter, Vinni Dorn und Eric Scholz zu sehen waren. Ärgerlicherweise konnte ein guter Drive kurz vordie gegnerische Endzone nicht in Punkte umgewandelt werden, da Quarterback Steffen Becker, der ansonsten eine gute Partie spielte, das Ei unglücklich in die Hände des gegnerischen Line Backers warf,was zum Turnover führte. Die Twister nutzten in der Folgezeit die Schwächen der Defense gnadenlos aus. Vor der Halbzeit konnten die Gastgeber einen weiteren Touchdown zum 14:3 -Zwischenstandverwandeln, den sie in der zweiten Hälfte noch weiter ausbauten. Denn in der Offense kam zu Beginn des vierten Quarters zum fehlenden Quäntchen Glück auch noch Pech dazu, als sich Quarterback SteffenBecker unglücklich an der Schulter verletzte. Sein Ersatzmann Adrian Mauch, der erst seit einigen Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt ist und die Position des QBs erst seit kurzem lernt, hatte dahereine schwere Hypothek zu tragen. Mehrere Interceptions brachten die Twister immer wieder gefährlich nahe an die Tübinger Endzone, was sie dann auch zum Punkten nutzten, sodass es zum Endstand von42:3 kam. 

Auch wenn die Tübinger diese Niederlage nach großen Erwartungen natürlich hart trifft, möchte man im Rückspiel auf eigenem Feld sichkeine Blöße geben. Den Zuschauern soll gezeigt werden, dass die Red Knights ebenso guten Football spielen können und die Motivation auf Revanche und dürfte nach dieser Niederlage ungleich höher sein,so HC Sven Diether. Wir bedanken uns bei den Holzgerlingen Twister für ein hartes, aber faires Spiel und bedanken uns bei den zahlreich erschienenen Tübinger Fans für ihren Support. Das Rückspielfindet am 22.9. um 15 Uhr auf dem Holderfeld in Tübingen statt. Be a Red Knight!

📷: Eyke Wohlboldt (www.wohlboldt.photography)

Field Goal entscheidet dramatisches „Endspiel“ um den Aufstiegsplatz

Beide Mannschaften wussten, dass es im Endspiel um den Relegationsplatz für den Aufstieg in die Regionalliga heiß her gehen würde, doch was diese Partie an Dramatik bieten sollte, wird wohl noch lange im Gedächntis bleiben. In einem Spiel, in welchem das Wetter so wechselhaft war wie die Ergebnisse auf dem Score Board, war bis in die letzten Sekunden hinein alles möglich. Doch am Ende krönten sich die Ritter nach spektakulärer Aufholjagd mit einem perfekt verwandelten Field Goal zum Sieger über die Badener Greifs, die im Hinspiel ebenso knapp mit 20:19 geschlagen werden konnten. Doch der Reihe nach.

Der Offense der Gastgeber, angeführt von ihrem amerikanischen Allround-QB Brady Kelliher, gelang ein früher Touchdown zum 6:0 (PAT nicht gelungen). Der durch Verletzungen und Auslandsaufenthalten ausgedünnten Tübinger Defense gelang es zunächst nicht, die Mischung aus Pass- und Laufspiel zu kontrollieren. Doch die Tübinger Offense lieferte gleich die Antwort und marschierte mit langen Läufen von Tobias „Beo“ Lutz Richtung gegnerische Endzone, wo Lutz auch den Touchdown zum 6:6-Zwischenstand verwandelte (PAT ebenfalls nicht gelungen).
Danach kam eine Phase, in der sich die Greifs kurzzeitig schon siegreich wähnten. Die Kalrsruher Verteidigung kontrollierte das Angriffsspiel der Ritter, während deren Offense eiskalt die Schwächen der Tübinger Verteidigung ausnutzte. Kurz hintereinander schlug das 12:6, dann das 18:6 ein – PAT waren beide nicht gut (es sollte kein einziger PAT an diesem Tag erfolgreich sein).
Doch die Tübinger haben in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass Rückstände aufzuholen ihre Spezialtät ist und so passierte wieder dieser magische Momentum Shift als Belohnung einer überragenden Teamarbeit im 2. Quarter, als die Defense der Ritter die Räume zu machte, als trotz zwischenzeitlicher Regenfälle und nassem Feld die Pässe von QB Steffen Becker bei den Recievern ankamen und als die Runningbacks dank überragender Blockarbeit der O-Line ihre Lücken fanden. Zunächst war es erneut Tobias Lutz, der zum 12:18 verwandelte, kurz vor der Halbzeit dann Tank-Maschine Luis List zum 18:18-Gleichstand. Dank einer Interception von Ulf Heyne konnte die Tübinger Defense vor dem Halbzeitpfiff ein erneutes Punkten der Greifs verhinden – Alles war wieder auf Null, die zweite Halbzeit versprach hitzig zu werden.

Nach dem Wiederanpfiff ging es hin und her, es ist schwer überhaupt in Worte zu fassen, wie abwechslungsreich diese Offense-Schlacht war. Nach mehreren Three-and-outs auf beiden Seiten schafften die Gastgeber es, in Field Goal-Reichweite zu kommen. Der Kicker schoss das Leder allerdings knapp daneben – diese vergebenen 3 Punkte sollten sich am Ende als spielentscheidend erweisen. Nun war die Tübinger Offense am Zug. 
Rookie Eric Scholz, der schon die ganze Saison überragende Fortschritte erzielte, pflückte das Ei nach einem perfekten Pass von Becker und zündete den Turbo: Er ließ alle Verteidiger hinter sich und sprintete für einen 80-Yards-Touchdown. Nun führten die Tübinger mit 18:24. Doch auch wenn die Tübinger Defense die Verteidigung der Greifs immer besser im Griff hatte, so war deren Quarter Back dennoch immer für eine Überraschung gut. Mit einem bärenstarken Arm warf er das Leder quer über das Feld und fand dort einen Empfänger – Nicht einmal eine Minute nach dem Touchdown von Scholz stand es also wieder 24:24, doch da die Greifs dieses mal eine Two-Point-Conversion versuchten und erfolgreich umsetzten, konnten sie wieder mit 26:24 in Führung gehen. Auf der anderen Seite konnte zu Beginn des 4. Quarters in einem langen Drive erneut zunächst Eric Scholz erneut einen langen Sprint hinlegen, wurde aber an der 1-Yard-Linie doch noch zu Fall gebracht. Tobias Lutz konnte aber zum nötigen Touchdown verwandeln und ebenfalls die 2Pt-Conversion klar machen – Zwischenstand 26:32 für Tübingen. Noch einmal sollten die Greifs zurückkommen: Ihr Quarterback ließ nichts anbrennen und so war es erneut ein langer Wurf, der zum Touchdown für die Gastgeber gefangen wurde. Auch hier gelang wieder die 2Pt-Conversion: 34:32 für die Karlsruher, nur noch wenige Minuten zum Schlusspfiff. Die Dramatik der letzten Minuten wurde immer schlimmer, es wurde laut auf dem Sportplatz in Grünwettersbach. Dass auch die Special Teams tolle Arbeit leisteten, zeigte sich in einem grandiosen Kick off Return an die gegnerische 18-Yard-Linie. Doch die Tübinger konnten die Chance nicht nutzen, es kam zu einem Sack Fumble, die Greifs eroberten den Ball. Nun feuerten die Red Knights samt angereister Fans und Supporter von den Black Forest Foxes die Defense auf Hochtouren an, und so konnten die Greifs noch einmal zum Punt gezwungen werden, anderthalb Minuten vor Abpfiff. Es musste nun schnell gehen, doch durch clevere Läufe ins Aus und unter Aufwendung der letzten Time Outs schafften es die Tübinger bis zur 30 Yard-Linie. Auf der Uhr standen noch 16 Sekunden. Nach der Partie verriet Head Coach Sven Diether, was in seinem Kopf vor ging: „Ganz ehrlich, ich war am Verzweifeln. Den ganzen Tag hat kein Kick geklappt, und jetzt hast du eigentlich keine Wahl mehr. Aber 40 Yards, dazu starker Wind – es schien unmöglich.“ Der frisch aus der Jugend in die Herrenmannschaft aufgenommene Vinni „the Huf“ Dorn sollte ausführen, die Special Teams blockten was das Zeug hielt, sodass sie ihrem Kicker Zeit für einen sauber plazierten Kick gaben. Für eine Sekunde schien die Zeit still zu stehen, die Spannung zerriss die Luft und es war mucksmäuschenstill. Als aber nach einer leichten Drehung der Ball perfekt zwischen die Stangen flog, gab es kein halten mehr auf den Rängen der Red Knights – doch noch musste man ein paar Sekunden überstehen und man hatte nun oft genug den starken Arm des Amerikaners Kelliher kennengelernt. Doch die Passverteidigung hielt stand und so konnte nach einer wirklich spannenden und dennoch fairen Partie das Spiel für die Red Knights zum 34:35-Endstand gedreht werden, die damit die Aufstiegschancen wahren: Im Herbst wartet in der Relegation mit den Holzgerlingen Twister höchstwahrscheinlich ein alter Bekannter auf die Tübinger Ritter. 
Wir bedanken uns bei den zahlreich angereisten Fans für ihre Unterstützung, besonders auch bei den BlackForest Foxes, die für diese Auswärtspartie ihre weißen Jerseys zur Verfügung stellten und bei den stark aufspielenden Badener Greifs für eine harte, aber faire Partie. 

BE A RED KNIGHT!

Bittere Niederlage im Derby vor heimischer Kulisse

Das Rückspiel des Lokalderbys gegen die SSV Reutlingen 05 Eagles wurde von allen Seiten heiß ersehnt, nachdem das Hinspiel an Dramatik kaum zu überbieten war. Dieses Mal jedoch jubelten am Ende die Reutlinger, die in der Hitzeschlacht den kühleren Kopf bewahrten und knapp mit 21:19 gewannen.

Im Gegensatz zum Hinspiel begann die Partie sehr zugunsten der Roten Ritter. In einem wunderschönen ersten Drive schob die gesamte Tübinger Offense mit Running Back Tobias Lutz die Reutlinger Verteidigung mit großen Läufen über den Platz. Belohnt wurden diese Mühen mit der frühen 0:6-Führung durch Running Back Jochen Späth (der Extrapunkt gelang leider nicht). Auch die Defense der Ritter legte einen grandiosen Start mit einem „three and out“ hin, was die Offense erneut aufs Feld brachte. Und erneut zeichnete sich ein toller Drive ab, doch kurz vor der Endzone der Adler begann eine Serie von Fouls, die sich leider das Spiel über hindurchzog. Vor der Reutlinger Endzone gelang Eric Scholz ein grandioser Catch, doch leider wurde der Touchdown aufgrund eines Block-in-the-Back-Fouls nicht gewertet. Ein anschließender Fehlstart sowie Halten brachte die Offense weitere 20 Yards nach hinten, was dazu führte, dass man die sicher geglaubte Führung hergeben und den Ball punten musste. Die Unruhe der Tübinger nutzen die Reutlinger eiskalt aus. Schnell erkannte deren Offense die Schwachstellen der leider zu diesem Spiel ausgedünnten Tübinger Defense und marschierten im 2. Quarter zuerst zur 7:6-Führung, diese sie vor der Halbzeit noch auf 14:6 konnte. Motiviert kam man aus der Halbzeit – wusste man ja noch gut, was im Hinspiel noch möglich war – Und als dann Tobias Lutz nach einem Drive, in welchem das Laufspiel erneut Früchte trug, den Anschluss-Touchdown zum 14:13 in die Endzone trug, war wieder etwas von derselben Euphorie zu spüren (PAT von Lukas Edelmann good). Doch die Hitze machte der Tübinger Verteidigung, die wie bereits erwähnt auf einige Stammspieler verzichten musste, sehr zu schaffen und trotz lauter Unterstützung der zahlreich angereisten Fans kassierten die Red Knights noch einen Touchown mit Extrapunkt – Spielstand mit knapp 5 Minuten auf der Uhr: 21:13. Man brauchte einen Touchdown samt 2-Point-Conversion, um noch das Unentschieden herauszuholen. An Dramatik waren die Schlussminuten mal wieder kaum zu überbieten, es zeichnet sich ein Trend in diesen heißen Revierderbys ab: Anderthalb Minuten vor Abpfiff marschierte die Tübinger Offense unter Auferbietung aller Kräfte mit Tank-Maschine Luis List über die Endzonen-Linie – 21:19. Die 2-Point-Conversion sah gut aus, Jochen Späth läuft über außen, Helme krachen aufeinander, es wird von allen Männern geschoben und geschoben, doch die Reutlinger setzten sich schließlich in den Blocks durch – nur wenige Zentimeter vor der Endzonen-Linie wurde Jochen Späth zu Boden gebracht und so blieb es beim bitteren Endstand von 21:19, da die Reutlinger natürlich anschließend abknieten.

Den Reutlingern gelang somit zusammen mit der geglückten Revanche der Klassenerhalt, während jetzt die Tübinger die letzten beiden Partien gewinnen müssen, um den 2. Platz und damit die Relegation um den Aufstieg zu sichern. Head Coach Sven Diether zur Partie: „Wir waren stellenweise die wesentlich bessere Mannschaft. Doch bei über 100 Yards Strafen gegen die Offense müssen wir alles doppelt laufen. Das hat uns den Sieg gekostet. Wir müssen die Pause jetzt nutzen, um solche individuellen Fehler abzustellen. Es ist noch alles drin!“ Wir bedanken uns bei den Eagles für das harte aber faire Spiel. Am 20. Juli empfangen die Red Knights die Fellbach Warriors auf dem Holderfeld.

Hightlight-Tape: http://www.hudl.com/v/2BPbtb

Be a Red Knight!

Foto: party-herrenberg.de

Zweite Garde empfiehlt sich für weitere Aufgaben - Sieg im Schwenninger Moos

Wenn der Tabellenführer gegen das sieglose Schlusslicht spielt, klingt das in wohl jeder Sportart nach einer eindeutigen Angelegenheit, wie auch im Falle des Aufeinandertreffens der Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen und der Tübinger Red Knights in der Oberliga Baden-Württemberg. Die Hammers konnten dabei in der Hinrunde noch keinen einzigen Sieg einfahren, wogegen die Red Knights sich lediglich zweimal den Sacristans geschlagen geben mussten. 
Die Kräfteverhältnisse schienen somit klar verteilt beim Aufeinandertreffen vor wunderbarer Kulisse im Schwarzwald vor schätzungsweise 100 Zuschauern bei den Neckar Hammers. Doch schon der knappe Sieg der Red Knights in der Hinrunde sollte zur Vorsicht mahnen, was Head Coach Sven Diether nochmals dazu nutze seine Mannschaft darauf hinzuweisen, dass die Qualität der Hammers keineswegs deren Tabellensituation entspricht.
Er sollte Recht behalten. Nach einiger Verspätung wegen Stau auf dem Anreiseweg der Unparteiischen begann die Partie ausgeglichen mit defensiver Prägung. Auf beiden Seiten dominierten die Defenses und so konnten bis in die Mitte des zweiten Quarters nur die Red Knights einen First Down verbuchen, alle Angriffsserien endeten mit einem Punt.
Das Warten auf die ersten Punkte hatte dann aber endlich ein Ende nachdem die Offensive der Red Knights ihr Können zum ersten Mal unter Beweis stellte und mit einem traumhaften 40 Yard Pass den ersten Touchdown auf Seiten der Tübinger verbuchen konnte. 
Nach Punts auf beiden Seiten folgte zum Ende der ersten Hälfte ein erfolgreicher Drive der Neckar Hammers, welche sich von der eigenen 33 Yard Linie bis an die Red Zone der Tübinger heranarbeiteten. Das erwartete Field Goal entpuppte sich jedoch als Fake, welcher von der hellwachen Defense früh erkannt und vereitelt werden konnte. Somit ging es mit einer 0:7 Führung für die Red Knights in die Pause.
Die zweite Hälfte sorgte gleich zu Beginn bei inzwischen starkem Regen für einigen Unterhaltungswert, indem der resultierende Punt aus dem ersten Drive der Tübinger von diesen an der 9 Yard Linie der Hammers wiedererobert werden konnte. Die Hammers Defense zeigte sich jedoch von ihrer besten Seite und hielt die Offense 1 Yard vor und somit aus der eigenen Endzone.
Auch die Hammers Offense konnte an die gute Leistung der Defense anknüpfen und sorgte mit einem guten Drive, welcher durch einige Strafen aber ein jähes Ende fand für Furore. Die einführenden Worte von Sven Diether schienen sich also zu bewahrheiten. In der Folge gab es aufgrund von Punts auf beiden Seiten keine Veränderung des Spielstandes, ehe die Hammers sich bis an die gegnerische 23 Yard Linie vorarbeiten konnten, das fällige Field Goal jedoch knapp neben das Gestänge setzten. Diesen Fehler rächte Jochen Späth in der Folge gnadenlos und sorgte pünktlich zum Ende des dritten Viertels mit einem unwiderstehlichen 77 Yard Run für den zweiten Score und die Vorentscheidung zugunsten der Red Knights.
Der Passversuch seitens der Hammers aus der eigenen Red Zone infolge des Kickoffs wurde umgehend mit einer Interception bestraft, was den Red Knights weitere drei Punkte durch das fällige Field Goal bescherte. Neuer Spielstand im vierten Viertel somit 17:0 für die Tübinger. In der Folge kamen auch die Gastgeber in Form eines Safety noch zu einem Score, die starke Defense der Red Knights ließ jedoch keine weiteren Punkte mehr zu und die Offensivreihe der Tübinger sicherte mit guten Clock Management den siebten Sieg der Tübinger Red Knights gegen die weiterhin sieglosen Neckar Hammers.

Be a Red Knight!

Foto: party-herrenberg.de

Souveräner Sieg mit kleinen Makeln

Nach der letztwöchigen 0:35-Niederlage auf heimischem Feld gegen die Sacristans konnten die roten Ritter in ihrem zweiten Heimspiel der Rückrunde wieder Selbstvertrauen tanken. Die Red Knights gewannen souverän mit 27:6 gegen das Wolfpack Bad Mergentheim, welche allerdings auch mit nur 28 Mann anreisten. Auch gab es eine kleine Phase im Spiel, in welcher es sich die Ritter selbst unnötig spannend machten. Doch der Reihe nach.
Die Offense der Tübinger erhielt zu Beginn den Ball und schaffte es in einem souveränen ersten Drive mit einer Mischung aus Pass- und Laufspiel über das Feld zu marschieren. Am Ende flutschte Tobias Lutz zum Touchdown in die Endzone. Durch erfolgreichen Kick stand es somit früh 7:0. Umgekehrt konnte die Defense die Wölfe in Schach halten, wobei dem amerikanischen Quarterback einige gute Pässe und auch Läufe gelangen, sodass die Wölfe immer wieder auch an der Tübinger Endzone anklopften. Doch gerade in solchen Goalline-Situationen zeigt sich immer wieder, wie stark die Defense der Red Knights ist. Im Verlauf der ersten Halbzeit konnte auch die Offense wieder zeigen, was sie kann. Nach einem erneut starken Drive tankte sich Luis List zum Touchdown in die Endzone. In einem anderen Drive konnte nach einem langen Lauf von Tobi Lutz über 30 Yards dann vor der Halbzeit noch Fabian Wolter einen Zuckerpass von QB Steffen Becker fangen und das Ei hinter die Endzone tragen. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, ging man mit 20:0 in die Pause. 
Doch das, was bisher den Rittern gelang, nämlich ein Comeback in der zweiten Hälfte, wollte man unbedingt vermeiden und so heizte man sich in der Pause ein, genauso weiterzumachen wie bisher. Die Euphorie war jedoch wohl etwas zu groß und es verpasste den Gastgebern einen großen Dämpfer, dass die Bad Mergentheimer einen erfolgreichen Kickoff-Return-Touchdown schafften – der Worst Case des verteidigenden Special Teams. So stand es nur noch 6:20, die Wölfe waren euphorisiert und die Tübinger verunsichert. Auch wenn einige Spielzüge im 3. Quarter funktionierten, waren es kleinere individuelle Fehler, die zum Punkten fehlten. Auch die Defense hatte Glück, dass die Bad Mergentheimer es sich durch Strafen immer wieder selbst schwer machten, in Schwung zu kommen. Im 4. Quarter allerdings schien dann der Bann vollends gelöst. Ein zurückgetragener Forced Fumble vom hellwachen Lukas Wiesner bereitete den Tübingern eine gute Feldposition. Am Ende verwandellte Fullback Stefan „Holzi“ Ruoff den Sieg-Touchdown mit einer spektakulären Flugeinlage, die seinem Spitznamen alle Ehre machte, zum 27:6 Endstand. Head Coach Sven Diether zum Spiel: „Es ist natürlich schön, wenn 3 verschiedene Running Backs einen Touchdown erzielen, dazu noch einen über Pass – Was will man mehr? Aber nichtsdestotrotz müssen wir durch die Niederlagen gegen Freiburg weiterhin alles geben und jedes Spiel gewinnen, wenn wir noch eine Chance auf die Meisterschaft wollen.“ 
Bedauernswert auf Tübinger Seite sind die drei Verletzten Spieler, welche das Lazarett der Ritter auf unbestimmte Zeit füllen werden. Hier bleibt zu hoffen dass die Spieler sich baldmöglichst rehabilitieren und auf das Feld zurück kehren können, wo sie die nächste Zeit schmerzlich vermisst werden.

Be a Red Knight!

Satz mit X – Klatsche gegen Freiburg

Mit großen Ambitionen empfingen die Red Knights die Sacristans aus Freiburg zum ersten Rückrundenspiel der Oberliga. Das Wetter war kaiserlich, die Stimmung stimmte und trotz einiger Ausfälle waren sehr viele Spieler spielbereit. Die Niederlage aus dem Hinspiel (8:0 in Freiburg) sollte wett gemacht und der Vorsprung innerhalb der Tabelle vergrößert werden, doch alles sollte ganz anders kommen:

Gleich mit dem Kick-Off leisteten sich die Tübinger eklatante Fehler. Der Returner ließ den Ball abtropfen und konnte nicht schnell genug den wegkullernden Ball sichern. Die Breisgauer schalteten etwas schneller und sicherten wenige Yards vor der Tübingen Endzone den Ball für die eigene Offense. Diese ließ sich nicht zweimal bitten und bestrafte eiskalt den Fehler mit dem Touchdown – 07:00. 

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit neutralisieren sich lange beide Teams. Keines war wirklich stärker oder schwächer. Einige Turnover auf beiden Seiten, sowie auch Strafen und individuelle Fehler bestimmten das Geschehen. Und so führte eine dieser Aktionen auch zum zweiten Touchdown der Messdiener kurz vor dem Pausenpfiff. Ersatz-Quarterback Nelson Stegmayer – seit kurzer Zeit wieder zurück im Lande – suchte wenige Yards vor der eigenen Endzone seinen Widereceiver, doch die exzellente Arbeit der Freiburger Verteidigung roch den Braten und schlug hier bitter zu: der Cornerback pflückte wenige Zentimeter vor dem Passempfänger den Ball aus der Luft und trug ihn in die Endzone – 14:00.

Ambitioniert kamen beide Teams dann auch wieder aus der Halbzeit. Mit dem Wissen, im der jüngsten Vergangenheit solche Scharten noch auszuwetzen wollten die Ritter auch hier den Charakter der Sacristans prüfen. Doch leider hielten diese erneut Stand. Gleich im ersten Drive nach der Pause marschierten die lilanen über das Feld und konnten per Bigplay auf 21:00 erhöhen. Dieser Stand sollte noch bis ins vierte Quarter bestehen bleiben, ehe es nochmals richtig bitter wurde. Ein hervorragend geworfener Slant konnte von den Rittern nicht mehr verteidigt werden, so dass der freie Receiver ungestört in die Endzone zum 28:00 lief. Ein weiterer Turnover brachte kurze Zeit später, wieder einmal die Sacristans in aussichtsreiche Position. Erneut ließen sich die Südbadener nicht zweimal bitten und markierten den 35:00 Endstand.

Die Red Knights haben mit dieser überdeutlichen Niederlage nun die Chance verspielt, aus eigener Kraft Meister zu werden. Erneut muss nun auf die Konkurrenz gehofft werden , während jeder weitere Fehler nun tödlich ist. Headcoach Diether nach dem Spiel: „ Heute haben wir Geschenke verteilt. Auch Freiburg hat welche verteilt, anders als wir haben diese aber ihre Chancen genutzt. Die Jungs haben intelligent gespielt und immer einen kühlen Kopf bewahrt.“ Auch der Freiburger Coach Oppermann äußerte sich ähnlich: „Wir waren im ersten Moment überrascht vom Tübinger QB, konnten hier aber letztendlich erfolgreich anpacken. Die Turnover auf beiden Seiten waren unnötig, spielten uns aber heute gut in die Karten.“

Be a Red Knight!