Field Goal entscheidet dramatisches „Endspiel“ um den Aufstiegsplatz

Beide Mannschaften wussten, dass es im Endspiel um den Relegationsplatz für den Aufstieg in die Regionalliga heiß her gehen würde, doch was diese Partie an Dramatik bieten sollte, wird wohl noch lange im Gedächntis bleiben. In einem Spiel, in welchem das Wetter so wechselhaft war wie die Ergebnisse auf dem Score Board, war bis in die letzten Sekunden hinein alles möglich. Doch am Ende krönten sich die Ritter nach spektakulärer Aufholjagd mit einem perfekt verwandelten Field Goal zum Sieger über die Badener Greifs, die im Hinspiel ebenso knapp mit 20:19 geschlagen werden konnten. Doch der Reihe nach.

Der Offense der Gastgeber, angeführt von ihrem amerikanischen Allround-QB Brady Kelliher, gelang ein früher Touchdown zum 6:0 (PAT nicht gelungen). Der durch Verletzungen und Auslandsaufenthalten ausgedünnten Tübinger Defense gelang es zunächst nicht, die Mischung aus Pass- und Laufspiel zu kontrollieren. Doch die Tübinger Offense lieferte gleich die Antwort und marschierte mit langen Läufen von Tobias „Beo“ Lutz Richtung gegnerische Endzone, wo Lutz auch den Touchdown zum 6:6-Zwischenstand verwandelte (PAT ebenfalls nicht gelungen).
Danach kam eine Phase, in der sich die Greifs kurzzeitig schon siegreich wähnten. Die Kalrsruher Verteidigung kontrollierte das Angriffsspiel der Ritter, während deren Offense eiskalt die Schwächen der Tübinger Verteidigung ausnutzte. Kurz hintereinander schlug das 12:6, dann das 18:6 ein – PAT waren beide nicht gut (es sollte kein einziger PAT an diesem Tag erfolgreich sein).
Doch die Tübinger haben in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass Rückstände aufzuholen ihre Spezialtät ist und so passierte wieder dieser magische Momentum Shift als Belohnung einer überragenden Teamarbeit im 2. Quarter, als die Defense der Ritter die Räume zu machte, als trotz zwischenzeitlicher Regenfälle und nassem Feld die Pässe von QB Steffen Becker bei den Recievern ankamen und als die Runningbacks dank überragender Blockarbeit der O-Line ihre Lücken fanden. Zunächst war es erneut Tobias Lutz, der zum 12:18 verwandelte, kurz vor der Halbzeit dann Tank-Maschine Luis List zum 18:18-Gleichstand. Dank einer Interception von Ulf Heyne konnte die Tübinger Defense vor dem Halbzeitpfiff ein erneutes Punkten der Greifs verhinden – Alles war wieder auf Null, die zweite Halbzeit versprach hitzig zu werden.

Nach dem Wiederanpfiff ging es hin und her, es ist schwer überhaupt in Worte zu fassen, wie abwechslungsreich diese Offense-Schlacht war. Nach mehreren Three-and-outs auf beiden Seiten schafften die Gastgeber es, in Field Goal-Reichweite zu kommen. Der Kicker schoss das Leder allerdings knapp daneben – diese vergebenen 3 Punkte sollten sich am Ende als spielentscheidend erweisen. Nun war die Tübinger Offense am Zug. 
Rookie Eric Scholz, der schon die ganze Saison überragende Fortschritte erzielte, pflückte das Ei nach einem perfekten Pass von Becker und zündete den Turbo: Er ließ alle Verteidiger hinter sich und sprintete für einen 80-Yards-Touchdown. Nun führten die Tübinger mit 18:24. Doch auch wenn die Tübinger Defense die Verteidigung der Greifs immer besser im Griff hatte, so war deren Quarter Back dennoch immer für eine Überraschung gut. Mit einem bärenstarken Arm warf er das Leder quer über das Feld und fand dort einen Empfänger – Nicht einmal eine Minute nach dem Touchdown von Scholz stand es also wieder 24:24, doch da die Greifs dieses mal eine Two-Point-Conversion versuchten und erfolgreich umsetzten, konnten sie wieder mit 26:24 in Führung gehen. Auf der anderen Seite konnte zu Beginn des 4. Quarters in einem langen Drive erneut zunächst Eric Scholz erneut einen langen Sprint hinlegen, wurde aber an der 1-Yard-Linie doch noch zu Fall gebracht. Tobias Lutz konnte aber zum nötigen Touchdown verwandeln und ebenfalls die 2Pt-Conversion klar machen – Zwischenstand 26:32 für Tübingen. Noch einmal sollten die Greifs zurückkommen: Ihr Quarterback ließ nichts anbrennen und so war es erneut ein langer Wurf, der zum Touchdown für die Gastgeber gefangen wurde. Auch hier gelang wieder die 2Pt-Conversion: 34:32 für die Karlsruher, nur noch wenige Minuten zum Schlusspfiff. Die Dramatik der letzten Minuten wurde immer schlimmer, es wurde laut auf dem Sportplatz in Grünwettersbach. Dass auch die Special Teams tolle Arbeit leisteten, zeigte sich in einem grandiosen Kick off Return an die gegnerische 18-Yard-Linie. Doch die Tübinger konnten die Chance nicht nutzen, es kam zu einem Sack Fumble, die Greifs eroberten den Ball. Nun feuerten die Red Knights samt angereister Fans und Supporter von den Black Forest Foxes die Defense auf Hochtouren an, und so konnten die Greifs noch einmal zum Punt gezwungen werden, anderthalb Minuten vor Abpfiff. Es musste nun schnell gehen, doch durch clevere Läufe ins Aus und unter Aufwendung der letzten Time Outs schafften es die Tübinger bis zur 30 Yard-Linie. Auf der Uhr standen noch 16 Sekunden. Nach der Partie verriet Head Coach Sven Diether, was in seinem Kopf vor ging: „Ganz ehrlich, ich war am Verzweifeln. Den ganzen Tag hat kein Kick geklappt, und jetzt hast du eigentlich keine Wahl mehr. Aber 40 Yards, dazu starker Wind – es schien unmöglich.“ Der frisch aus der Jugend in die Herrenmannschaft aufgenommene Vinni „the Huf“ Dorn sollte ausführen, die Special Teams blockten was das Zeug hielt, sodass sie ihrem Kicker Zeit für einen sauber plazierten Kick gaben. Für eine Sekunde schien die Zeit still zu stehen, die Spannung zerriss die Luft und es war mucksmäuschenstill. Als aber nach einer leichten Drehung der Ball perfekt zwischen die Stangen flog, gab es kein halten mehr auf den Rängen der Red Knights – doch noch musste man ein paar Sekunden überstehen und man hatte nun oft genug den starken Arm des Amerikaners Kelliher kennengelernt. Doch die Passverteidigung hielt stand und so konnte nach einer wirklich spannenden und dennoch fairen Partie das Spiel für die Red Knights zum 34:35-Endstand gedreht werden, die damit die Aufstiegschancen wahren: Im Herbst wartet in der Relegation mit den Holzgerlingen Twister höchstwahrscheinlich ein alter Bekannter auf die Tübinger Ritter. 
Wir bedanken uns bei den zahlreich angereisten Fans für ihre Unterstützung, besonders auch bei den BlackForest Foxes, die für diese Auswärtspartie ihre weißen Jerseys zur Verfügung stellten und bei den stark aufspielenden Badener Greifs für eine harte, aber faire Partie. 

BE A RED KNIGHT!

Bittere Niederlage im Derby vor heimischer Kulisse

Das Rückspiel des Lokalderbys gegen die SSV Reutlingen 05 Eagles wurde von allen Seiten heiß ersehnt, nachdem das Hinspiel an Dramatik kaum zu überbieten war. Dieses Mal jedoch jubelten am Ende die Reutlinger, die in der Hitzeschlacht den kühleren Kopf bewahrten und knapp mit 21:19 gewannen.

Im Gegensatz zum Hinspiel begann die Partie sehr zugunsten der Roten Ritter. In einem wunderschönen ersten Drive schob die gesamte Tübinger Offense mit Running Back Tobias Lutz die Reutlinger Verteidigung mit großen Läufen über den Platz. Belohnt wurden diese Mühen mit der frühen 0:6-Führung durch Running Back Jochen Späth (der Extrapunkt gelang leider nicht). Auch die Defense der Ritter legte einen grandiosen Start mit einem „three and out“ hin, was die Offense erneut aufs Feld brachte. Und erneut zeichnete sich ein toller Drive ab, doch kurz vor der Endzone der Adler begann eine Serie von Fouls, die sich leider das Spiel über hindurchzog. Vor der Reutlinger Endzone gelang Eric Scholz ein grandioser Catch, doch leider wurde der Touchdown aufgrund eines Block-in-the-Back-Fouls nicht gewertet. Ein anschließender Fehlstart sowie Halten brachte die Offense weitere 20 Yards nach hinten, was dazu führte, dass man die sicher geglaubte Führung hergeben und den Ball punten musste. Die Unruhe der Tübinger nutzen die Reutlinger eiskalt aus. Schnell erkannte deren Offense die Schwachstellen der leider zu diesem Spiel ausgedünnten Tübinger Defense und marschierten im 2. Quarter zuerst zur 7:6-Führung, diese sie vor der Halbzeit noch auf 14:6 konnte. Motiviert kam man aus der Halbzeit – wusste man ja noch gut, was im Hinspiel noch möglich war – Und als dann Tobias Lutz nach einem Drive, in welchem das Laufspiel erneut Früchte trug, den Anschluss-Touchdown zum 14:13 in die Endzone trug, war wieder etwas von derselben Euphorie zu spüren (PAT von Lukas Edelmann good). Doch die Hitze machte der Tübinger Verteidigung, die wie bereits erwähnt auf einige Stammspieler verzichten musste, sehr zu schaffen und trotz lauter Unterstützung der zahlreich angereisten Fans kassierten die Red Knights noch einen Touchown mit Extrapunkt – Spielstand mit knapp 5 Minuten auf der Uhr: 21:13. Man brauchte einen Touchdown samt 2-Point-Conversion, um noch das Unentschieden herauszuholen. An Dramatik waren die Schlussminuten mal wieder kaum zu überbieten, es zeichnet sich ein Trend in diesen heißen Revierderbys ab: Anderthalb Minuten vor Abpfiff marschierte die Tübinger Offense unter Auferbietung aller Kräfte mit Tank-Maschine Luis List über die Endzonen-Linie – 21:19. Die 2-Point-Conversion sah gut aus, Jochen Späth läuft über außen, Helme krachen aufeinander, es wird von allen Männern geschoben und geschoben, doch die Reutlinger setzten sich schließlich in den Blocks durch – nur wenige Zentimeter vor der Endzonen-Linie wurde Jochen Späth zu Boden gebracht und so blieb es beim bitteren Endstand von 21:19, da die Reutlinger natürlich anschließend abknieten.

Den Reutlingern gelang somit zusammen mit der geglückten Revanche der Klassenerhalt, während jetzt die Tübinger die letzten beiden Partien gewinnen müssen, um den 2. Platz und damit die Relegation um den Aufstieg zu sichern. Head Coach Sven Diether zur Partie: „Wir waren stellenweise die wesentlich bessere Mannschaft. Doch bei über 100 Yards Strafen gegen die Offense müssen wir alles doppelt laufen. Das hat uns den Sieg gekostet. Wir müssen die Pause jetzt nutzen, um solche individuellen Fehler abzustellen. Es ist noch alles drin!“ Wir bedanken uns bei den Eagles für das harte aber faire Spiel. Am 20. Juli empfangen die Red Knights die Fellbach Warriors auf dem Holderfeld.

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Foto: party-herrenberg.de

Zweite Garde empfiehlt sich für weitere Aufgaben - Sieg im Schwenninger Moos

Wenn der Tabellenführer gegen das sieglose Schlusslicht spielt, klingt das in wohl jeder Sportart nach einer eindeutigen Angelegenheit, wie auch im Falle des Aufeinandertreffens der Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen und der Tübinger Red Knights in der Oberliga Baden-Württemberg. Die Hammers konnten dabei in der Hinrunde noch keinen einzigen Sieg einfahren, wogegen die Red Knights sich lediglich zweimal den Sacristans geschlagen geben mussten. 
Die Kräfteverhältnisse schienen somit klar verteilt beim Aufeinandertreffen vor wunderbarer Kulisse im Schwarzwald vor schätzungsweise 100 Zuschauern bei den Neckar Hammers. Doch schon der knappe Sieg der Red Knights in der Hinrunde sollte zur Vorsicht mahnen, was Head Coach Sven Diether nochmals dazu nutze seine Mannschaft darauf hinzuweisen, dass die Qualität der Hammers keineswegs deren Tabellensituation entspricht.
Er sollte Recht behalten. Nach einiger Verspätung wegen Stau auf dem Anreiseweg der Unparteiischen begann die Partie ausgeglichen mit defensiver Prägung. Auf beiden Seiten dominierten die Defenses und so konnten bis in die Mitte des zweiten Quarters nur die Red Knights einen First Down verbuchen, alle Angriffsserien endeten mit einem Punt.
Das Warten auf die ersten Punkte hatte dann aber endlich ein Ende nachdem die Offensive der Red Knights ihr Können zum ersten Mal unter Beweis stellte und mit einem traumhaften 40 Yard Pass den ersten Touchdown auf Seiten der Tübinger verbuchen konnte. 
Nach Punts auf beiden Seiten folgte zum Ende der ersten Hälfte ein erfolgreicher Drive der Neckar Hammers, welche sich von der eigenen 33 Yard Linie bis an die Red Zone der Tübinger heranarbeiteten. Das erwartete Field Goal entpuppte sich jedoch als Fake, welcher von der hellwachen Defense früh erkannt und vereitelt werden konnte. Somit ging es mit einer 0:7 Führung für die Red Knights in die Pause.
Die zweite Hälfte sorgte gleich zu Beginn bei inzwischen starkem Regen für einigen Unterhaltungswert, indem der resultierende Punt aus dem ersten Drive der Tübinger von diesen an der 9 Yard Linie der Hammers wiedererobert werden konnte. Die Hammers Defense zeigte sich jedoch von ihrer besten Seite und hielt die Offense 1 Yard vor und somit aus der eigenen Endzone.
Auch die Hammers Offense konnte an die gute Leistung der Defense anknüpfen und sorgte mit einem guten Drive, welcher durch einige Strafen aber ein jähes Ende fand für Furore. Die einführenden Worte von Sven Diether schienen sich also zu bewahrheiten. In der Folge gab es aufgrund von Punts auf beiden Seiten keine Veränderung des Spielstandes, ehe die Hammers sich bis an die gegnerische 23 Yard Linie vorarbeiten konnten, das fällige Field Goal jedoch knapp neben das Gestänge setzten. Diesen Fehler rächte Jochen Späth in der Folge gnadenlos und sorgte pünktlich zum Ende des dritten Viertels mit einem unwiderstehlichen 77 Yard Run für den zweiten Score und die Vorentscheidung zugunsten der Red Knights.
Der Passversuch seitens der Hammers aus der eigenen Red Zone infolge des Kickoffs wurde umgehend mit einer Interception bestraft, was den Red Knights weitere drei Punkte durch das fällige Field Goal bescherte. Neuer Spielstand im vierten Viertel somit 17:0 für die Tübinger. In der Folge kamen auch die Gastgeber in Form eines Safety noch zu einem Score, die starke Defense der Red Knights ließ jedoch keine weiteren Punkte mehr zu und die Offensivreihe der Tübinger sicherte mit guten Clock Management den siebten Sieg der Tübinger Red Knights gegen die weiterhin sieglosen Neckar Hammers.

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Souveräner Sieg mit kleinen Makeln

Nach der letztwöchigen 0:35-Niederlage auf heimischem Feld gegen die Sacristans konnten die roten Ritter in ihrem zweiten Heimspiel der Rückrunde wieder Selbstvertrauen tanken. Die Red Knights gewannen souverän mit 27:6 gegen das Wolfpack Bad Mergentheim, welche allerdings auch mit nur 28 Mann anreisten. Auch gab es eine kleine Phase im Spiel, in welcher es sich die Ritter selbst unnötig spannend machten. Doch der Reihe nach.
Die Offense der Tübinger erhielt zu Beginn den Ball und schaffte es in einem souveränen ersten Drive mit einer Mischung aus Pass- und Laufspiel über das Feld zu marschieren. Am Ende flutschte Tobias Lutz zum Touchdown in die Endzone. Durch erfolgreichen Kick stand es somit früh 7:0. Umgekehrt konnte die Defense die Wölfe in Schach halten, wobei dem amerikanischen Quarterback einige gute Pässe und auch Läufe gelangen, sodass die Wölfe immer wieder auch an der Tübinger Endzone anklopften. Doch gerade in solchen Goalline-Situationen zeigt sich immer wieder, wie stark die Defense der Red Knights ist. Im Verlauf der ersten Halbzeit konnte auch die Offense wieder zeigen, was sie kann. Nach einem erneut starken Drive tankte sich Luis List zum Touchdown in die Endzone. In einem anderen Drive konnte nach einem langen Lauf von Tobi Lutz über 30 Yards dann vor der Halbzeit noch Fabian Wolter einen Zuckerpass von QB Steffen Becker fangen und das Ei hinter die Endzone tragen. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, ging man mit 20:0 in die Pause. 
Doch das, was bisher den Rittern gelang, nämlich ein Comeback in der zweiten Hälfte, wollte man unbedingt vermeiden und so heizte man sich in der Pause ein, genauso weiterzumachen wie bisher. Die Euphorie war jedoch wohl etwas zu groß und es verpasste den Gastgebern einen großen Dämpfer, dass die Bad Mergentheimer einen erfolgreichen Kickoff-Return-Touchdown schafften – der Worst Case des verteidigenden Special Teams. So stand es nur noch 6:20, die Wölfe waren euphorisiert und die Tübinger verunsichert. Auch wenn einige Spielzüge im 3. Quarter funktionierten, waren es kleinere individuelle Fehler, die zum Punkten fehlten. Auch die Defense hatte Glück, dass die Bad Mergentheimer es sich durch Strafen immer wieder selbst schwer machten, in Schwung zu kommen. Im 4. Quarter allerdings schien dann der Bann vollends gelöst. Ein zurückgetragener Forced Fumble vom hellwachen Lukas Wiesner bereitete den Tübingern eine gute Feldposition. Am Ende verwandellte Fullback Stefan „Holzi“ Ruoff den Sieg-Touchdown mit einer spektakulären Flugeinlage, die seinem Spitznamen alle Ehre machte, zum 27:6 Endstand. Head Coach Sven Diether zum Spiel: „Es ist natürlich schön, wenn 3 verschiedene Running Backs einen Touchdown erzielen, dazu noch einen über Pass – Was will man mehr? Aber nichtsdestotrotz müssen wir durch die Niederlagen gegen Freiburg weiterhin alles geben und jedes Spiel gewinnen, wenn wir noch eine Chance auf die Meisterschaft wollen.“ 
Bedauernswert auf Tübinger Seite sind die drei Verletzten Spieler, welche das Lazarett der Ritter auf unbestimmte Zeit füllen werden. Hier bleibt zu hoffen dass die Spieler sich baldmöglichst rehabilitieren und auf das Feld zurück kehren können, wo sie die nächste Zeit schmerzlich vermisst werden.

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Satz mit X – Klatsche gegen Freiburg

Mit großen Ambitionen empfingen die Red Knights die Sacristans aus Freiburg zum ersten Rückrundenspiel der Oberliga. Das Wetter war kaiserlich, die Stimmung stimmte und trotz einiger Ausfälle waren sehr viele Spieler spielbereit. Die Niederlage aus dem Hinspiel (8:0 in Freiburg) sollte wett gemacht und der Vorsprung innerhalb der Tabelle vergrößert werden, doch alles sollte ganz anders kommen:

Gleich mit dem Kick-Off leisteten sich die Tübinger eklatante Fehler. Der Returner ließ den Ball abtropfen und konnte nicht schnell genug den wegkullernden Ball sichern. Die Breisgauer schalteten etwas schneller und sicherten wenige Yards vor der Tübingen Endzone den Ball für die eigene Offense. Diese ließ sich nicht zweimal bitten und bestrafte eiskalt den Fehler mit dem Touchdown – 07:00. 

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit neutralisieren sich lange beide Teams. Keines war wirklich stärker oder schwächer. Einige Turnover auf beiden Seiten, sowie auch Strafen und individuelle Fehler bestimmten das Geschehen. Und so führte eine dieser Aktionen auch zum zweiten Touchdown der Messdiener kurz vor dem Pausenpfiff. Ersatz-Quarterback Nelson Stegmayer – seit kurzer Zeit wieder zurück im Lande – suchte wenige Yards vor der eigenen Endzone seinen Widereceiver, doch die exzellente Arbeit der Freiburger Verteidigung roch den Braten und schlug hier bitter zu: der Cornerback pflückte wenige Zentimeter vor dem Passempfänger den Ball aus der Luft und trug ihn in die Endzone – 14:00.

Ambitioniert kamen beide Teams dann auch wieder aus der Halbzeit. Mit dem Wissen, im der jüngsten Vergangenheit solche Scharten noch auszuwetzen wollten die Ritter auch hier den Charakter der Sacristans prüfen. Doch leider hielten diese erneut Stand. Gleich im ersten Drive nach der Pause marschierten die lilanen über das Feld und konnten per Bigplay auf 21:00 erhöhen. Dieser Stand sollte noch bis ins vierte Quarter bestehen bleiben, ehe es nochmals richtig bitter wurde. Ein hervorragend geworfener Slant konnte von den Rittern nicht mehr verteidigt werden, so dass der freie Receiver ungestört in die Endzone zum 28:00 lief. Ein weiterer Turnover brachte kurze Zeit später, wieder einmal die Sacristans in aussichtsreiche Position. Erneut ließen sich die Südbadener nicht zweimal bitten und markierten den 35:00 Endstand.

Die Red Knights haben mit dieser überdeutlichen Niederlage nun die Chance verspielt, aus eigener Kraft Meister zu werden. Erneut muss nun auf die Konkurrenz gehofft werden , während jeder weitere Fehler nun tödlich ist. Headcoach Diether nach dem Spiel: „ Heute haben wir Geschenke verteilt. Auch Freiburg hat welche verteilt, anders als wir haben diese aber ihre Chancen genutzt. Die Jungs haben intelligent gespielt und immer einen kühlen Kopf bewahrt.“ Auch der Freiburger Coach Oppermann äußerte sich ähnlich: „Wir waren im ersten Moment überrascht vom Tübinger QB, konnten hier aber letztendlich erfolgreich anpacken. Die Turnover auf beiden Seiten waren unnötig, spielten uns aber heute gut in die Karten.“

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Mentalitätsmonster reißt die Greifen

Am Samstag gewannen die Ritter auch ihr zweites Heimspiel, und somit die letzte Partie der Vorrundenserie. Und wieder einmal bekamen die Zuschauer einiges geboten.

Die Badener Greifs starteten mit dem Angriffsrecht und legten gleich los wie die Feuerwehr. Die ritterliche Verteidigung, anders als bisher gewohnt fand keinerlei Zugriff und vor allem der US-Quarterback spielte Katz und Maus mit den Tübingern. Und so kam es dann auch wie es kommen musste: Nach einigen wuchtigen Läufen und einem feinen Kurzpassspiel sezierte der Spielmacher im ersten Drive die Verteidigung und tänzelte in die Endzone. 

Im Anschluss kamen die Neckarstädter Offensive auf das Feld. Und für die Fans zeigte sich wieder mal das gewohnte Bild: wuchtige Läufe, kurze Pässe, ein dominanter Auftreten und in der Redzone fehlt der letzte Biss. Die Tübinger Startschwäche zeigte ihr übliches Gesicht. Die Lücken gingen zu, Unkonzentriertheit und Slapstickeinlagen konnten das Blatt nicht wenden, während die Gäste aus Grünwettersau fleißig weiter punkteten.

Mit einer 00:19 Führung gingen die Mannschaften bei mittlerweile strömenden Regen in die Halbzeit und einige der Zuschauer nach Hause. Und wie es sich zeigte sollten es diese auch bereuen. Die Teams kamen komplett verwandelt aus den Kabinen. Die Offensivabteilung der Tübinger marschierte wie von der Tarantel gestochen über das Feld und Fullback Luis List überrollte quasi die Defense unwiderstehlich zum 06:19. Der PAT von Philipp Perus war gut und noch somit noch 12 Punkte zum aufholen. 

Der Wettergott sollte nun auch Fan der Ritter sein, anders als in der ersten Halbzeit, spielte die Witterung nun den Tübingern voll in die Karten. Die stark dezimierten Defense bekam endlich Zugriff auf die Badener und halfen somit immer wieder ihre Offense auf das Feld zu schicken. Und trotz teils starkem Regen war das Passspiel ein entscheidender Faktor: der Mix aus Lauf- und Wurfspiel ließ die Knights erneut über das Feld marschieren und Quarterback Steffen Becker persönlich vollendete nach einem QB-Sneak zum 14:19 (PAT durch Perus). 

Nun schienen die Gäste gebrochen: nach wenigen Spielzügen stoppte erneut die Defense die Angriffsbemühungen der Greifen und sendete die eigenen Offensivreihen auf das Feld. Jan „Flutschi" Homann fasste sich ein Herz, machte seinem Namen volle Ehre und durchglitt die Verteidigung der Badener. Als er diese überwand, sprintete er über das Feld über 85 Yards in die Endzone – das Match war gedreht. Die anschließende 2-Pt-Conversion schlug fehl und mit einsetzendem Sonnenschein wurde es auch nochmals brenzlig.

Die Greifen kamen bis auf etwa 25 Yards an die Tübinger Endzone heran, doch konnten das Fieldgoal nicht treffen. Diethers Mannschaft ließ in Folge dessen geschickt die Uhr herunterlaufen und konnte dann die letzten vier Versuche zum 20:19 Sieg abknien.

Dank der Fellbach Warriors, welche am Sonntag fulminant die SSV Reutlingen 05 Eagles besiegten, hat die Tübinger Mannschaft nun auch ein kleines Polster auf den zweiten Tabellenplatz. Doch Diether warnt und mahnt zur Besonnenheit: „Unser nächster Gegner (Sacristans) hat uns im Hinspiel geschlagen und war hervorragend eingestellt. Wir können uns nicht immer darauf verlassen in der Halbzeit zurück zukommen, sondern müssen von der ersten Sekunde an Hellwach sein! Ansonsten ist der Punktevorsprung so schnell weg, wie er gekommen ist.“

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Damen erneut siegreich

Nach dem grandiosen Saisonauftakt der SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies vor zwei Wochen, konnten die Damen nun beim ersten Auswärtsspiel in Erfurt erneut brillieren.

Nach einem erfolgreichen Kick-Off Return durch Ellen Geyer bis zur Mitte des Feldes, konnte Sophia Haller bereits im ersten offensiven Spielzug einen Lauf über 50 Yard zum ersten Touchdown für die Frauen verwandeln. Durch einen QB-Sneak von Gabriele Duvinage führte die 2-Point-Conversion zu einer 0:8 Führung.

Durch den anschließenden Touchdown der Indigos versprach das Spiel ausgeglichener zu werden, als der letzte Auftritt der rot-schwarzen Spielgemeinschaft. Ein durch Sina Zeller geblockter PAT-Versuch ergab den Zwischenstand 6:8.

Im darauffolgenden Angriff konnte durch einen erneut starken Lauf von Sophia Haller und den darauf folgenden Touchdown (Sabrina Deckert) und erfolgreicher 2-Point-Conversion (Laura Frey) der Vorsprung nun auf 6:16 ausgebaut werden.

Durch einen starken Auftritt der rot-schwarzen Defensive kamen die Erfurt Indigos nicht mehr in die Nähe unserer Endzone. 

Die Eröffnung des zweiten Viertels begann mit einem schönen Touchdown-Pass auf Sophia Haller (6:22). Mit einer erneuten 2-Point-Conversion durch Sabrina Deckert konnte der Spielstand auf 6:24 erhöht werden.

Eine immer noch bärenstarke Defense zwang die Offensive der Indigos nach drei Versuchen erneut zu einem Punt. Die Offensive der Spielgemeinschaft schaffte es darauffolgend mit mehreren Spielzügen bis kurz vor die gegnerische Endzone. Allerding führte ein Ballverlust zu einem jähen Ende des Angriffs. 

Innerhalb der letzten zwei Minuten gelang es dann Wide Receiver Ellen Geyer durch einen Lauf über 30 Yards bis an die gegnerische 29 Yard-Linie. Es war erneut Sophia Haller, welche den Pass in der Endzone fing und somit auf 6:32 erhöhte (2-Point-Conversion Elisabeth Kammermeier). Dies war schließlich auch der Punktestand zur Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann für die Erfurt Indigos erneut mit einem durch die Defense erzwungenen Punt. Ein weiteres Mal schaffte es WR Sophia Haller mit einem 70-Yard-Lauf an den gegnerischen Reihen vorbei in die Endzone. Spielstand: 6:40 (2-Point-Conversion Michele Kießling).

Nach einem erneuten Punt der Erfurter schaffte es Tabea Huber mit einem starken Punt-Return die Offense der Spielgemeinschaft in eine ideale Position zu bringen. Trotz den Bemühungen der Offensive und einem starken Lauf durch Elisabeth Kammermeier, konnten keine erneuten Punkte erzielt werden.

Nach dem erneuten Ballbesitzwechsel, konnte die Defense erneut auftrumpfen, indem Sina Zeller es schaffte einen verlorenen Ball der Erfurter zu sichern. Diese Möglichkeit ließ sich die rot-schwarze Offensive um Gabriele Duvinage nicht entgehen, um den Punktestand erneut in die Höhe zu treiben. Erneuter Touchdown durch Sophia Haller und anschließende 2-Point-Conversion durch Ellen Geyer. Spielstand: 6:48.

Durch beidseitiges Einverständnis wurde entschieden, dass die sogenannte Mercy Rule in Kraft tritt. Hierbei wird die verbleibende Zeit nur noch bei Verletzungsunterbrechungen und Time-Outs gestoppt. Aufgrund dieser Tatsache war es beiden Seiten nicht möglich, weitere Punkte zu erzielen. 

Somit gewann die SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies ihr zweites Spiel verdient mit 48:6.

Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft der Erfurt Indigos und freuen uns auf das Rückspiel. Außerdem wünschen wir auf diesem Wege allen Verletzten eine gute und schnelle Genesung.

Be a Red Knight!