Damen erneut siegreich

Nach dem grandiosen Saisonauftakt der SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies vor zwei Wochen, konnten die Damen nun beim ersten Auswärtsspiel in Erfurt erneut brillieren.

Nach einem erfolgreichen Kick-Off Return durch Ellen Geyer bis zur Mitte des Feldes, konnte Sophia Haller bereits im ersten offensiven Spielzug einen Lauf über 50 Yard zum ersten Touchdown für die Frauen verwandeln. Durch einen QB-Sneak von Gabriele Duvinage führte die 2-Point-Conversion zu einer 0:8 Führung.

Durch den anschließenden Touchdown der Indigos versprach das Spiel ausgeglichener zu werden, als der letzte Auftritt der rot-schwarzen Spielgemeinschaft. Ein durch Sina Zeller geblockter PAT-Versuch ergab den Zwischenstand 6:8.

Im darauffolgenden Angriff konnte durch einen erneut starken Lauf von Sophia Haller und den darauf folgenden Touchdown (Sabrina Deckert) und erfolgreicher 2-Point-Conversion (Laura Frey) der Vorsprung nun auf 6:16 ausgebaut werden.

Durch einen starken Auftritt der rot-schwarzen Defensive kamen die Erfurt Indigos nicht mehr in die Nähe unserer Endzone. 

Die Eröffnung des zweiten Viertels begann mit einem schönen Touchdown-Pass auf Sophia Haller (6:22). Mit einer erneuten 2-Point-Conversion durch Sabrina Deckert konnte der Spielstand auf 6:24 erhöht werden.

Eine immer noch bärenstarke Defense zwang die Offensive der Indigos nach drei Versuchen erneut zu einem Punt. Die Offensive der Spielgemeinschaft schaffte es darauffolgend mit mehreren Spielzügen bis kurz vor die gegnerische Endzone. Allerding führte ein Ballverlust zu einem jähen Ende des Angriffs. 

Innerhalb der letzten zwei Minuten gelang es dann Wide Receiver Ellen Geyer durch einen Lauf über 30 Yards bis an die gegnerische 29 Yard-Linie. Es war erneut Sophia Haller, welche den Pass in der Endzone fing und somit auf 6:32 erhöhte (2-Point-Conversion Elisabeth Kammermeier). Dies war schließlich auch der Punktestand zur Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann für die Erfurt Indigos erneut mit einem durch die Defense erzwungenen Punt. Ein weiteres Mal schaffte es WR Sophia Haller mit einem 70-Yard-Lauf an den gegnerischen Reihen vorbei in die Endzone. Spielstand: 6:40 (2-Point-Conversion Michele Kießling).

Nach einem erneuten Punt der Erfurter schaffte es Tabea Huber mit einem starken Punt-Return die Offense der Spielgemeinschaft in eine ideale Position zu bringen. Trotz den Bemühungen der Offensive und einem starken Lauf durch Elisabeth Kammermeier, konnten keine erneuten Punkte erzielt werden.

Nach dem erneuten Ballbesitzwechsel, konnte die Defense erneut auftrumpfen, indem Sina Zeller es schaffte einen verlorenen Ball der Erfurter zu sichern. Diese Möglichkeit ließ sich die rot-schwarze Offensive um Gabriele Duvinage nicht entgehen, um den Punktestand erneut in die Höhe zu treiben. Erneuter Touchdown durch Sophia Haller und anschließende 2-Point-Conversion durch Ellen Geyer. Spielstand: 6:48.

Durch beidseitiges Einverständnis wurde entschieden, dass die sogenannte Mercy Rule in Kraft tritt. Hierbei wird die verbleibende Zeit nur noch bei Verletzungsunterbrechungen und Time-Outs gestoppt. Aufgrund dieser Tatsache war es beiden Seiten nicht möglich, weitere Punkte zu erzielen. 

Somit gewann die SG Crailsheim Hurricanes/Tübingen Red Knights Ladies ihr zweites Spiel verdient mit 48:6.

Wir bedanken uns für die Gastfreundschaft der Erfurt Indigos und freuen uns auf das Rückspiel. Außerdem wünschen wir auf diesem Wege allen Verletzten eine gute und schnelle Genesung.

Be a Red Knight!

Dank der Defense zum Sieg

Nicht mit Ruhm bekleckert, aber doch mit einem Sieg belohnt haben sich die Tübinger Red Knights, welche in Fellbach gegen die Fellbach Warriors dank einer stabilen und hellwachen Defense das Spiel 16:0 gewinnen konnten.

Schon früh nach dem Kickoff zeigte sich die berüchtigte Härte der Fellbacher Defensivreihen, welche frühzeitig die Lücken zumachen konnten und es immer wieder schaffte, das Laufspiel der Tübinger Offensive zunichte zu machen. Hingegen schafften es die Fellbacher zu Beginn der Partie mit stabilen Drives bis kurz vor die Endzone der Ritter, wo die Defense aber dann schlussendlich standhielt. Der Versuch zum Field Goal war nicht erfolgreich, sodass es beim 0:0 blieb. Die Tübinger Offense fand nicht ins Spiel, oft hieß es „3 and Out“. Als die Läufe nicht funktionierten, stellte man auf mehr Pässe um, doch auch hier ließ man Chancen liegen, zumal manchmal das nötige Quäntchen Glück oder eben ein paar Zentimeter zum erfolgreichen Catch fehlten.

Im zweiten Quarter konnte dann die Defense der Ritter zum ersten Mal zeigen, wieso sie die beste der Liga ist: Nach einem Forced Fumble an der 35-Yard-Linie der Fellbacher pflückte der hellwache Lukas Wiesner das Ei und sprintete zum Recovery Touchdown unaufhaltsam über dreiviertel des Spielfeldes. Nach erfolgreichem Extrapunkt durch Kicker Lukas Edelmann stand es 0:7 für die Gäste in Rot. Kurz vor der Halbzeit gab es eine kurze Schrecksekunde, als die Krieger mit einem Punt Return bis an die 20er-Linie der Tübinger kamen, doch auch hier hielt die Defense, die die harten Hits mit harten Tackles konterte, und so ging man mit einem Touchdown Führung in die Halbzeit.

Die Offense schaffte es jedoch nicht, sich zu stabilisieren. Als durch eine Interception von Chris Treff vor dem Ende des 3. Quarters die Tübinger eine gute Ausgangsposition in der Mitte des Spielfelds herausgeholt wurde, gelang immerhin ein Drive, der mit einem Field Goal zum 10:0 Stand belohnt wurde, Kicker Edelmann setzte das Leder zwischen die Torstangen. Am Ende jedoch war es wieder die die Defense, die die Punkte machte. Ein Passversuch des Fellbacher Quarterbacks aus der eigenen Endzone landete direkt in den Armen von Ulf Heyne, der sofort losrannte und ungeblockt in die Endzone den „Pick Six“ herausholte. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, stand es am Ende 0:16 für Tübingen. Die Partie konnte noch rechtzeitig beendet werden, ehe es kurz nach Abpfiff zu donnern und regnen begann. Durch den Sieg mischen die Tübinger weiterhin im Meisterschaftsrennen mit, während die Fellbacher, die bisher sieglos sind, auf dem vorerst letzten Tabellenplatz verbleiben. Das Fazit der Trainer-Crew zum Spielabschluss: „Fellbach hat sich heute selbst geschlagen. Eine gute Truppe die unverdient auf dem letzten Platz steht. Wir sind zwar nun Tabellenführer, dies ist aber nur eine Momentaufnahme. Wir dürfen uns hier nichts mehr erlauben!“

Am Samstag den 25.05. empfangen die Ritter die Badener Greifs. Ein sogenanntes Vier-Punkte Spiel, da auch die Karlsruher mittlerweile im Kreis der Aufstiegsaspiranten ist und nur auf Grund der weniger absolvierten Partien derzeit den dritten Tabellenrang belegt.

Be a Red Knight!

Furioser Sieg im Lokalderby

Im heiß erwarteten Lokalderby zwischen den SSV Reutlingen 05 Eagles und den Tübingen Red Knights konnten die zahlreich angereisten Fans Zeugen dessen werden, was man im Football gemeinhin als "momentum shift" kennt: Nach einem 17:00-Rückstand am Ende des 1. Quarters schafften es die roten Ritter sich nach einer furiosen Aufholjagd am Ende der Partie mit einem 17:20-Sieg zu belohnen.

Die Ritter starteten denkbar unglücklich in die Partie: Die Reutlinger Offense ließ die Tübinger Verteidigungslinien hinter sich, marschierte mit langen Läufen über das Feld und belohnte sich mit dem 1. Touchdown nach wenigen Minuten zum 7:0 (PAT getroffen). Kurz darauf, gerade als die Tübinger Offense langsam ins Spiel kam, warf Quarterback Steffen Becker eine unglückliche Interception, die zum "Pick Six" von den Reutlingern verwandelt wurde. So stand es bereits nach 12 Minuten 14:0. Und auch zu Beginn des 2. Quarters fand die Defense noch kein probates Mittel gegen die bis dahin stark aufspielende Reutlinger Offensive. Ein weiterer Touchdown konnte jedoch verhindert werden, doch durch ein Field Goal erhöhten die Reutlinger auf 17:0. Zu diesem Zeitpunkt schien die Hoffnung auf einen Sieg sich in Luft aufgelöst zu haben, doch was ab der Mitte des 2. Quarters passierte, lässt sich schwer in Worte fassen, wenn man nicht selbst live dabei war. Die zahlreich angereisten Tübinger Fans wurden immer lauter, die Offense der Ritter immer selbstbewusster, die Defense zeigte mehr Härte. Die Tübinger Angriffswelle rollte in starken Läufen über das Feld und wurde am Ende durch einen genialen Pass von Steffen Becker, der sich durch seine Interception nicht aus der Ruhe hat bringen lassen, mit einem Touchdown belohnt, als Fabian Wolter das Ei aus der Luft zum 7:17 pflückte (PAT durch Philip Perus erfolgreich). Ein Knistern lag auf einmal in der Luft, die Reutlinger wurden nervöser und die Tübinger drehten auf. Die Tübinger Defense kontrollierte von nun an das Reutlinger Spiel, insbesondere durch QB-Sacks von Nils Lechner und Jakob Bangen und hartes Tackling der Linebacker kamen die Reutlinger nicht mehr voran. Nach der Halbzeit ging es wild weiter. Das 3. Quarter blieb ein offener Schlagabtausch der beiden Offenses, bei dem die Tübinger mehr Raum machen konnten. Ein kleiner Dämpfer für die immer motivierteren Ritter war das misslungene Field Goal, mit dem man den Spielstand weiter hätte verkürzen können. Doch ließen sich die Tübinger auch hiervon nicht entmutigen und zeigte weiter, was es heißt bis zum Ende mit Vollgas Football zu spielen. Die Reutlinger Defense wurde immer müder und unaufmerksamer, während die Tübinger Offense Line alles wegblockte, was ihnen im Weg stand. Die Running Backs fanden ihre Lücken, doch war letztlich die enorme Akrobatik von Fabian Wolter erneut ausschlaggebend, dass das Spiel von nun an gedreht werden konnte. Dieser erwischte im 4. Versuch an der gegnerischen 3 Yard-Linie den Ball gerade noch so mit den Fingerspitzen und packte zu. Luis List musste sich dann noch durch eine müde Defense Line durchtanken, mit dem erfolgreichen Extrapunkt stand es 14:17, alles war wieder offen. Und nun konnte auch noch die Defense der Ritter zeigen, warum sie die beste der Liga ist: Der nervöse Reutlinger Quarterback fumbelte den Ball und ein sehr aufmerksamer Lennart "die Kralle" Sommer pflückte das Ei vom Boden und marschierte durch drei (!) Verteidiger, von denen ihm einer noch am Bein hing, in die Endzone zum Touchdown-Return. Doch da der Extrapunkt nicht gelang, hätten mit dem neuen 17:20-Stand die Reutlinger durch ein Field Goal noch ausgleichen können. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Stimmung vollkommen gedreht: Während zu Beginn der Partie Fassungslosigkeit auf der Tübinger Seite herrschte, konnte man nun an der Sideline sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Angeheizt durch die Ersatzsspieler skandierten die Tübinger Fans laute Schlachtrufe, die die Denfense weiter antrieb. Am Ende konnten die Reutlinger keinen entscheidenden Raumgewinn mehr machen und nachdem alle Timeouts aufgebraucht waren, konnten die Tübinger endlich abknien und diese harte Aufholjagd mit einem fulminanten Derbysieg krönen. 

Die Red Knights setzen damit ein großes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf, während es für die bisher siegreichen Reutlinger vor heimischer Kulisse einen ersten großen Dämpfer bedeutete. Wir bedanken uns bei allen angereisten Fans für den geilen Support und natürlich auch den Reutlinger Eagles für ein hartes, aber faires Spiel und eine atemberaubende Kulisse im Flutlicht an der Kreuzeiche.

Be a Red Knight!

Mit blauem Auge davon gekommen – Red Knights gewinnen gegen Neckar Hammers

Denkbar knapp konnten die Tübinger Ritter am Samstag die Heimspielpartie gegen die Schwenninger mit 16:13 für sich entscheiden.

Den Samstag hatten sich sicherlich viele anders vorgestellt: Die Unistädter sannen auf Wiedergutmachung nach der bitteren, aber knappen Niederlage gegen die Freiburger. Am Himmel braute sich eine bedrohliche Kulisse zusammen und ein Gegner kam angereist, welcher eine bittere Niederlage gegen einen Aufsteiger schlucken musste.

Wie üblich haben die rot-schwarzen beim Coin-Toss das Erstangriffsrecht an die Gäste ab, um mit der Defense ein erstes Ausrufezeichen zu setzen, was wie üblich auch gelang. Nach wenigen Versuchen mussten die Hammers wieder vom Feld. Doch zum Schock der Rund 200 Zuschauer, welche trotz widrigen Bedingungen den Weg in die Stemmler-Arena fanden, zeigte sich die Verteidigung der Zwillingsstädter ebenso wach. Ritter-Qb Jonathan Schmidt wurde beim dritten Versuch extrem stark bedrängt und warf einen Pass direkt in die Arme des Gegners, welcher völlig unbedrängt für sechs Punkte in die Endzone lief. Auch der PAT saß und die Ritter lagen mit 00:07 zurück. 

Die Partie in des schwappte nun mehr oder weniger vor sich her, beide Mannschaften schenkten sich nicht viel, bis kurz vor Ende des ersten Quarters der zweite große Schock eintrat: Runningback Tobias „Beo" Lutz wurde von den Kontrahenten zu Fall gebracht und landete mit dem Rücken voran, auf dem Knie des Verteidigers. Er konnte zwar nach einiger Zeit das Feld selbst verlassen, doch die Partie war für ihn vorüber.

Im zweiten Quarter wurde es dann doch wieder etwas brenzliger: zuerst verdunkelte sich der Himmel, stürmischer Wind und Regen zogen auf und das Spiel musste unterbrochen werden. Nach ca. 10 Minuten betraten die beiden Neckarteams wieder den Platz und setzten das Match fort. Sofort zeigte sich, wer die ungewollte Pause besser verkraftete: die Tübinger marschierten über das Feld und Jeffrey Behr gelang der zweite Rushing-Touchdown in dieser Saison. Der PAT von Edelmann war leider zu kurz und es ging mit 06:07 in die Pause.

Aus dieser zurück, so schien es, dass die Lilanen diesmal besser in die Partie zurückfanden. Nach nur wenigen Drives, konnte der gegnerische Quarterback seinen Receiver finden, welcher nach einem sehenswerten Catch über ca. 25 Yards in die Endzone lief. Da auch der Schwenninger-Kicker wenig Glück beim PAT hatte, gingen die Hammers mit breiter Brust und 13:06 Punkten in das vierte Quarter.

Hier überschlugen sich dann die Ereignisse: Die ritterliche Defense - nach dem Aussetzer sofort wieder hellwach – zwang die Lianen zum Punt. Doch der Longsnapper snappte den Ball in den zweiten Stock, der Punter konnte diesen nicht fangen und rannte dem Ball in die eigene hinterher. Ebenso wie Linebacker Lukas „Weasley" Wissner, welcher blitzartig schaltete und somit den Punter zum Safety niederstreckte – Punktestand somit 13:08. Darauf folgend dann das große Comeback vom verletzten Quarterback Steffen Becker, nach einem Jahr der Pause, gegen das Team welches ihn diese gekostet hatte.

Nach wenigen Drives der Eingewöhnung marschierten die Ritter wieder einmal über das Feld und fanden sich wenige Yards vor der Schwenninger Endzone wieder. Runningback Jan „Flutschi" Homann machte seinem Spitznamen erneut alle Ehre und stahl sich in die Endzone. Um das Momentum auszunutzen, ging Diether hier für die 2-Pt-Conversion: die altbewährte Connection griff sofort wieder und Becker vollendete einen Pass auf Wolter zum Endstand von 13:16.

Die Tübinger sind nun also nochmals mit dem Schrecken davon gekommen und bereiten sich diese Woche auf ein ganz spezielles Match vor:

Man trifft im Lokalderby auf den Aufsteiger aus Reutlingen, auf den ehemaligen Aufstiegscoach Cesare de Pauli und den derzeitigen Tabellenführer, die SSV Reutlingen 05 Eagles.

Knappe Niederlage an der Dreisam

Die roten Ritter konnten im zweiten Saisonspiel den Schwung aus der vergangenen Woche in Bad Mergentheim nicht mitnehmen und mussten sich mit einem unbefriedigendenen 0:8 den Freiburg Sacristans geschlagen geben. Obwohl die starke Verteidigung um Defense Coordinator Rainer Heck es immer wieder schaffte, die Offense der Red Knights ins Spiel zu bringen, fanden diese kein Mittel, die Verteidigungslinien der Freiburger zu durchbrechen. Sowohl individuelle Fehler als auch eine starke Line mit vielen blitzenden Linebackern bescherten den Rittern zu viele "Three and Outs", weshalb es nicht gelang, ein Spiel aufzubauen. Die Tübinger Verteidigung spielte hingegen überragend auf, wobei auch bisweilen ein Quäntchen Glück dazu verhalf, den Gegner oft kurz vor der eigenen Endzone doch noch zu stoppen. Ein guter Pass und ein anschließender 45 Yard-Lauf im 2. Quarter war jedoch nicht mehr zu verteidigen; da der Extrapunkt nicht gelang ging man mit dem knappen Stand von 0:6 in die Pause. Nach der Halbzeit erhofften sich die Tübinger durch abwechslungsreiche Drives zurück ins Spiel zu kommen. Doch der überragende Punter der Freiburger setzte das Leder immer wieder bis kurz vor die Endzone, und es kam was kommen musste: Als die Tübinger einmal mehr an der 1-Yard-Linie anfangen musste, gelang den Freiburgern der Safety. Da den Rittern die Mittel für ein entscheidendes "Big play" fehlten, blieb es beim 0:8 Endstand, der beide Mannschaften nicht besonders zufriedenstellte. Bereits letztes Jahr war der direkte Vergleich mit Bad Mergentheim ausschlaggebend, weshalb man sich nun umso intensiver auf das Rückspiel vorbereiten müsse, in dem noch "alles drin sei", so Head Coach Sven Diether. Wir bedanken uns bei den Freiburg Sacristans für eine faire Partie und ersehnen nun unser erstes Heimspiel gegen die Neckar Hammers.

Sieg zum Oberligaauftakt

Am vergangenen Samstag trafen die Red Knights zum Saisonauftakt der Oberligasaison 2019 auswärts auf das Bad Mergentheim Wolfpack. Trotz widrigem Wetter konnte auf Grund einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein souveräner 20:00 Sieg über einen Mitfavorit um den Aufstieg eingefahren werden, doch der Reihe nach:
Die Wölfe um ihre vier importierten US-Spieler konnten zunächst den Cointoss und somit das Angriffsrecht im ersten Spielzug gewinnen. Die ritterliche Verteidigung um Middle-Linebacker Armin „Gimli" Ruoff zeigte sich sofort hellwach und wies den Wölfen ihre Grenzen auf – 3 and out. Leider konnte die Tübinger Offense sich hier nicht in eine bessere Position begeben, sie ereilte das selbe Schicksal. 
Während die Coaching-Crew und die Offense der Neckarstädter den Spielzug besprachen und die Weichen für den folgenden Drive besprechen wollten, war es auch schon so weit: Lennard „Lenny" Sommer pflückte einen Passversuch des Wolfpack-QB aus der Luft und kniete geistesgegenwärtig ab – die Tübinger Offensive startete an der eigenen 25 yd.-Linie. Durch eine konzentrierte Leistung der Linienspieler, konnten die schwarz-roten das gesamte Feld und schließlich die Goalline zum Touchdown überqueren. Neuzugang Jeffrey Bähr mogelte sich an den Verteidigern vorbei für sechs Punkte und Kicker Lukas Edelmann machte den Deckel per Pat drauf – 07:00 für Tübingen. 
Das zweite Viertel war wieder geprägt durch etliche Fehler auf beiden Seiten: die Taubertäler sammelten diverse Turnover und die Red Knights schlugen kein Kapital daraus. Kurz vor der Halbzeit kam man auf Tübinger Seite ins Schwitzen: ein ausgewiesener Zuckerpass von Da'Ronte Smith auf seinen US-Wide Receiver konnte erst an der Tübinger 2-yd. Linie gestoppt werden. Die Ritter wähnten bereits den Ausgleich sicher, doch die Defense zeigte wieder einmal, warum sie seit Jahren das Sahnestück ihres Trainers Rainer Heck ist. Die Wölfe wurden auf 15 Yards zurückgedrängt und mussten kicken. Der Kick des Mergentheimer Kickers klatschte an den linken Pfosten und das Spiel verabschiedete sich kurz darauf in den Pausentee.
Beide Trainer schienen ihr Team gut auf die zweite Hälfte eingeschworen zu haben, zumindest die Defensiven. Die Tübinger mussten erneut nach einem Drive vom Feld und auch auf der anderen Seite war die Verteidigung unüberwindbar: Armin Ruoff persönlich griff einen Passversuch aus der Luft und retournierte diesen bis an die gegnerische 25 yd. Linie. Diesmal war es Tobias „Beo" Lutz, der endlich die langersehnten Punkte zum 13:00 einfuhr. Im Stile eines Slalomläufers umkurvte er einen nach dem anderen der Wolfpackverteidiger. Der Kick von Edelmann geriet leider etwas zu kurz.
Wer jetzt meinte, dass HC Sven Diether nun vom Gaspedal gehen würde, sollte schnellstens eines besseren belehrt werden: kurz vor der gegnerischen Endzone schickte er seine schwersten Geschütze aufs Feld und so kam es dass der frisch aus der Knappenschule empor gekommene Fullback Luis List sein Touchdowndebüt für die Herrenmannschaft gab. Der massive Angreifer griff das Leder und tankte sich unaufhaltsam über Mann und Platz in das gelobte Land. Der nächste Kicker Philipp Pfander durfte nun auch sein Glück versuchen, 20:00 für die Red Knights.
Im Anschluss fielen die Taubertäler voll von der Rolle und die Backups der Ritter konnten noch wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. Nach Ende der Partie zeigten sich alle glücklich und zufrieden um die hervorragende Leistung, doch ein mahnendes Wort gab Diether dann doch zu Protokoll: „ Wir haben noch nicht perfekt gespielt, nächste Woche fahren wir zum ehemaligen Regionalligisten (Freiburg Sacristans), da dürfen wir uns solche Fehler wie heute nicht mehr erlauben!“
Ausgezeichnet für hervorragende Leistungen auf dem Feld wurden: Armin Ruoff als Defense-MVP für eine Interception, einen forced und eroberten Fumble, sowie eine herausragende Führung der Verteidigung sowie die gesamte Offensive-Line um Captain Marcel Klebes für eine hochkonzentrierte Gesamtleistung und hervorragende Blockarbeit.

Be a Red Knight!

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Let's GO! Die Heimspiele der Saison 2019!