Bittere Niederlage im Derby vor heimischer Kulisse

Das Rückspiel des Lokalderbys gegen die SSV Reutlingen 05 Eagles wurde von allen Seiten heiß ersehnt, nachdem das Hinspiel an Dramatik kaum zu überbieten war. Dieses Mal jedoch jubelten am Ende die Reutlinger, die in der Hitzeschlacht den kühleren Kopf bewahrten und knapp mit 21:19 gewannen.

Im Gegensatz zum Hinspiel begann die Partie sehr zugunsten der Roten Ritter. In einem wunderschönen ersten Drive schob die gesamte Tübinger Offense mit Running Back Tobias Lutz die Reutlinger Verteidigung mit großen Läufen über den Platz. Belohnt wurden diese Mühen mit der frühen 0:6-Führung durch Running Back Jochen Späth (der Extrapunkt gelang leider nicht). Auch die Defense der Ritter legte einen grandiosen Start mit einem „three and out“ hin, was die Offense erneut aufs Feld brachte. Und erneut zeichnete sich ein toller Drive ab, doch kurz vor der Endzone der Adler begann eine Serie von Fouls, die sich leider das Spiel über hindurchzog. Vor der Reutlinger Endzone gelang Eric Scholz ein grandioser Catch, doch leider wurde der Touchdown aufgrund eines Block-in-the-Back-Fouls nicht gewertet. Ein anschließender Fehlstart sowie Halten brachte die Offense weitere 20 Yards nach hinten, was dazu führte, dass man die sicher geglaubte Führung hergeben und den Ball punten musste. Die Unruhe der Tübinger nutzen die Reutlinger eiskalt aus. Schnell erkannte deren Offense die Schwachstellen der leider zu diesem Spiel ausgedünnten Tübinger Defense und marschierten im 2. Quarter zuerst zur 7:6-Führung, diese sie vor der Halbzeit noch auf 14:6 konnte. Motiviert kam man aus der Halbzeit – wusste man ja noch gut, was im Hinspiel noch möglich war – Und als dann Tobias Lutz nach einem Drive, in welchem das Laufspiel erneut Früchte trug, den Anschluss-Touchdown zum 14:13 in die Endzone trug, war wieder etwas von derselben Euphorie zu spüren (PAT von Lukas Edelmann good). Doch die Hitze machte der Tübinger Verteidigung, die wie bereits erwähnt auf einige Stammspieler verzichten musste, sehr zu schaffen und trotz lauter Unterstützung der zahlreich angereisten Fans kassierten die Red Knights noch einen Touchown mit Extrapunkt – Spielstand mit knapp 5 Minuten auf der Uhr: 21:13. Man brauchte einen Touchdown samt 2-Point-Conversion, um noch das Unentschieden herauszuholen. An Dramatik waren die Schlussminuten mal wieder kaum zu überbieten, es zeichnet sich ein Trend in diesen heißen Revierderbys ab: Anderthalb Minuten vor Abpfiff marschierte die Tübinger Offense unter Auferbietung aller Kräfte mit Tank-Maschine Luis List über die Endzonen-Linie – 21:19. Die 2-Point-Conversion sah gut aus, Jochen Späth läuft über außen, Helme krachen aufeinander, es wird von allen Männern geschoben und geschoben, doch die Reutlinger setzten sich schließlich in den Blocks durch – nur wenige Zentimeter vor der Endzonen-Linie wurde Jochen Späth zu Boden gebracht und so blieb es beim bitteren Endstand von 21:19, da die Reutlinger natürlich anschließend abknieten.

Den Reutlingern gelang somit zusammen mit der geglückten Revanche der Klassenerhalt, während jetzt die Tübinger die letzten beiden Partien gewinnen müssen, um den 2. Platz und damit die Relegation um den Aufstieg zu sichern. Head Coach Sven Diether zur Partie: „Wir waren stellenweise die wesentlich bessere Mannschaft. Doch bei über 100 Yards Strafen gegen die Offense müssen wir alles doppelt laufen. Das hat uns den Sieg gekostet. Wir müssen die Pause jetzt nutzen, um solche individuellen Fehler abzustellen. Es ist noch alles drin!“ Wir bedanken uns bei den Eagles für das harte aber faire Spiel. Am 20. Juli empfangen die Red Knights die Fellbach Warriors auf dem Holderfeld.

Hightlight-Tape: http://www.hudl.com/v/2BPbtb

Be a Red Knight!

Foto: party-herrenberg.de