Zweite Garde empfiehlt sich für weitere Aufgaben - Sieg im Schwenninger Moos

Wenn der Tabellenführer gegen das sieglose Schlusslicht spielt, klingt das in wohl jeder Sportart nach einer eindeutigen Angelegenheit, wie auch im Falle des Aufeinandertreffens der Neckar Hammers aus Villingen-Schwenningen und der Tübinger Red Knights in der Oberliga Baden-Württemberg. Die Hammers konnten dabei in der Hinrunde noch keinen einzigen Sieg einfahren, wogegen die Red Knights sich lediglich zweimal den Sacristans geschlagen geben mussten. 
Die Kräfteverhältnisse schienen somit klar verteilt beim Aufeinandertreffen vor wunderbarer Kulisse im Schwarzwald vor schätzungsweise 100 Zuschauern bei den Neckar Hammers. Doch schon der knappe Sieg der Red Knights in der Hinrunde sollte zur Vorsicht mahnen, was Head Coach Sven Diether nochmals dazu nutze seine Mannschaft darauf hinzuweisen, dass die Qualität der Hammers keineswegs deren Tabellensituation entspricht.
Er sollte Recht behalten. Nach einiger Verspätung wegen Stau auf dem Anreiseweg der Unparteiischen begann die Partie ausgeglichen mit defensiver Prägung. Auf beiden Seiten dominierten die Defenses und so konnten bis in die Mitte des zweiten Quarters nur die Red Knights einen First Down verbuchen, alle Angriffsserien endeten mit einem Punt.
Das Warten auf die ersten Punkte hatte dann aber endlich ein Ende nachdem die Offensive der Red Knights ihr Können zum ersten Mal unter Beweis stellte und mit einem traumhaften 40 Yard Pass den ersten Touchdown auf Seiten der Tübinger verbuchen konnte. 
Nach Punts auf beiden Seiten folgte zum Ende der ersten Hälfte ein erfolgreicher Drive der Neckar Hammers, welche sich von der eigenen 33 Yard Linie bis an die Red Zone der Tübinger heranarbeiteten. Das erwartete Field Goal entpuppte sich jedoch als Fake, welcher von der hellwachen Defense früh erkannt und vereitelt werden konnte. Somit ging es mit einer 0:7 Führung für die Red Knights in die Pause.
Die zweite Hälfte sorgte gleich zu Beginn bei inzwischen starkem Regen für einigen Unterhaltungswert, indem der resultierende Punt aus dem ersten Drive der Tübinger von diesen an der 9 Yard Linie der Hammers wiedererobert werden konnte. Die Hammers Defense zeigte sich jedoch von ihrer besten Seite und hielt die Offense 1 Yard vor und somit aus der eigenen Endzone.
Auch die Hammers Offense konnte an die gute Leistung der Defense anknüpfen und sorgte mit einem guten Drive, welcher durch einige Strafen aber ein jähes Ende fand für Furore. Die einführenden Worte von Sven Diether schienen sich also zu bewahrheiten. In der Folge gab es aufgrund von Punts auf beiden Seiten keine Veränderung des Spielstandes, ehe die Hammers sich bis an die gegnerische 23 Yard Linie vorarbeiten konnten, das fällige Field Goal jedoch knapp neben das Gestänge setzten. Diesen Fehler rächte Jochen Späth in der Folge gnadenlos und sorgte pünktlich zum Ende des dritten Viertels mit einem unwiderstehlichen 77 Yard Run für den zweiten Score und die Vorentscheidung zugunsten der Red Knights.
Der Passversuch seitens der Hammers aus der eigenen Red Zone infolge des Kickoffs wurde umgehend mit einer Interception bestraft, was den Red Knights weitere drei Punkte durch das fällige Field Goal bescherte. Neuer Spielstand im vierten Viertel somit 17:0 für die Tübinger. In der Folge kamen auch die Gastgeber in Form eines Safety noch zu einem Score, die starke Defense der Red Knights ließ jedoch keine weiteren Punkte mehr zu und die Offensivreihe der Tübinger sicherte mit guten Clock Management den siebten Sieg der Tübinger Red Knights gegen die weiterhin sieglosen Neckar Hammers.

Be a Red Knight!

Foto: party-herrenberg.de