Souveräner Sieg mit kleinen Makeln

Nach der letztwöchigen 0:35-Niederlage auf heimischem Feld gegen die Sacristans konnten die roten Ritter in ihrem zweiten Heimspiel der Rückrunde wieder Selbstvertrauen tanken. Die Red Knights gewannen souverän mit 27:6 gegen das Wolfpack Bad Mergentheim, welche allerdings auch mit nur 28 Mann anreisten. Auch gab es eine kleine Phase im Spiel, in welcher es sich die Ritter selbst unnötig spannend machten. Doch der Reihe nach.
Die Offense der Tübinger erhielt zu Beginn den Ball und schaffte es in einem souveränen ersten Drive mit einer Mischung aus Pass- und Laufspiel über das Feld zu marschieren. Am Ende flutschte Tobias Lutz zum Touchdown in die Endzone. Durch erfolgreichen Kick stand es somit früh 7:0. Umgekehrt konnte die Defense die Wölfe in Schach halten, wobei dem amerikanischen Quarterback einige gute Pässe und auch Läufe gelangen, sodass die Wölfe immer wieder auch an der Tübinger Endzone anklopften. Doch gerade in solchen Goalline-Situationen zeigt sich immer wieder, wie stark die Defense der Red Knights ist. Im Verlauf der ersten Halbzeit konnte auch die Offense wieder zeigen, was sie kann. Nach einem erneut starken Drive tankte sich Luis List zum Touchdown in die Endzone. In einem anderen Drive konnte nach einem langen Lauf von Tobi Lutz über 30 Yards dann vor der Halbzeit noch Fabian Wolter einen Zuckerpass von QB Steffen Becker fangen und das Ei hinter die Endzone tragen. Da hier der Extrapunkt nicht gelang, ging man mit 20:0 in die Pause. 
Doch das, was bisher den Rittern gelang, nämlich ein Comeback in der zweiten Hälfte, wollte man unbedingt vermeiden und so heizte man sich in der Pause ein, genauso weiterzumachen wie bisher. Die Euphorie war jedoch wohl etwas zu groß und es verpasste den Gastgebern einen großen Dämpfer, dass die Bad Mergentheimer einen erfolgreichen Kickoff-Return-Touchdown schafften – der Worst Case des verteidigenden Special Teams. So stand es nur noch 6:20, die Wölfe waren euphorisiert und die Tübinger verunsichert. Auch wenn einige Spielzüge im 3. Quarter funktionierten, waren es kleinere individuelle Fehler, die zum Punkten fehlten. Auch die Defense hatte Glück, dass die Bad Mergentheimer es sich durch Strafen immer wieder selbst schwer machten, in Schwung zu kommen. Im 4. Quarter allerdings schien dann der Bann vollends gelöst. Ein zurückgetragener Forced Fumble vom hellwachen Lukas Wiesner bereitete den Tübingern eine gute Feldposition. Am Ende verwandellte Fullback Stefan „Holzi“ Ruoff den Sieg-Touchdown mit einer spektakulären Flugeinlage, die seinem Spitznamen alle Ehre machte, zum 27:6 Endstand. Head Coach Sven Diether zum Spiel: „Es ist natürlich schön, wenn 3 verschiedene Running Backs einen Touchdown erzielen, dazu noch einen über Pass – Was will man mehr? Aber nichtsdestotrotz müssen wir durch die Niederlagen gegen Freiburg weiterhin alles geben und jedes Spiel gewinnen, wenn wir noch eine Chance auf die Meisterschaft wollen.“ 
Bedauernswert auf Tübinger Seite sind die drei Verletzten Spieler, welche das Lazarett der Ritter auf unbestimmte Zeit füllen werden. Hier bleibt zu hoffen dass die Spieler sich baldmöglichst rehabilitieren und auf das Feld zurück kehren können, wo sie die nächste Zeit schmerzlich vermisst werden.

Be a Red Knight!