Ritter und Wölfe feiern „Fumblefest“- Aufstiegschance der Ritter gewahr

Am letzten Samstag bestritten die Ritter ihr vorletztes und bis dahin wichtigstes Heimspiel der Oberliga-Saison 2018 gegen das Bad Mergentheim Wolfpack, den bisherigen Zweitplatzierten.

 

Da nur der Erstplatzierte der Oberliga eine Aufstiegsgarantie erhält und auf die Zweitplatzierten seit diesem Jahr die Relegation wartet, war die Relevanz der Partie enorm. Denn bereits im Eröffnungsspiel der Oberliga-Saison diesen Jahres starteten die Red Knights mit einer 00:06 Auswärtsniederlage bei den Bad Mergentheimern. Diese waren daher bis zum letzten Samstag in der Tabelle noch vor den Rittern und damit auf dem begehrten Relegationsplatz.

Da nicht die Touchdown-Differenz, sondern der direkte Vergleich Punktevergleich zwischen den Teams ausschlaggebend ist, mussten die Ritter das Rückspiel mit mindestens einer Punktedifferenz von 7 Punkten für sich entscheiden, um am Wolfpack vorbeizuziehen.

 

Die Motivation bei den Rittern war dementsprechend hoch und das Ziel war klar:

Ein deutlicher Sieg sollte her!

 

Bei schweißtreibenden Temperaturen und teilweise bewölktem Himmel startete das Spiel um 16:00 Uhr mit einem Kick-Off der Red Knights. Im ersten Drive der Bad Mergentheimer Offense konnte die Defense der Ritter sich direkt durch eine fumblerecovery von Mike Kraiss auszeichnen und ihrer Offense den Ballbesitz in vielversprechender Feldposition beschaffen.

 

Die Offense startete ambitioniert. Doch ihr Drive fand ein jähes Ende in einem frühen turnover, sodass das Angriffsrecht erneut wechselte.

Der Offense des Wolfpack reichte es im folgenden Drive nur zu einem field-goal- Versuch. Dieser wurde jedoch von den Red Knights geblockt. Gute Catches von den Wide Receivern Fabian Wolter und Phillip Perus brachten die Ritter in gute Feldposition, wovon schließlich jedoch nicht profitiert werden konnte. Ein überragender punt von, an diesem Tag hervorragend spielenden Fabian Wolter, versetzte das Wolfpack in eine brenzlige Ausgangslage an ihrer eigenen 2-yard-Linie. Und so war der ehemalige Böblingen Bear Max Bähr der einen saftey erzwingen konnte und die Red Knights mit 00:02 in Führung gehen ließ.

 

Bei Safties bekommt das erzwingende Team nicht nur 2 Punkte gutgeschrieben, sondern behält auch das Angriffsrecht, welches der gegnerischen Offense dann per kick-off verschafft wird.

Diesen kick-off konnte das Tübinger Return-Team, namentlich durch Jan ’Flutschi’ Homann, bis an die gegnerische 48-yard-Linie tragen. Durch gute Läufe der Runningbacks Johannes Winterhalter und Jan ’Flutschi’ Homann gelang es der Offense der Tübinger schließlich durch einen langen Pass von Nelson Stegmeier auf Fabian Wolter mit 00:08 in Führung zu gehen. Der anschließende PAT war gut (00:09).

 

Zwar konnte die Offense des Wolfpack ihren Ballbesitz nicht in Punkte verwandeln. Erwähnenswert ist jedoch ein Punt über 70 yards des Wolfpack der das gesamte Feld „flippte“.

 

Im weiteren Spielverlauf ergaben sich keine nennenswerte Aktionen. Schließlich konnte Philip Motzer einen Pass des gut spielenden Bad Mergentheimer Import-Quaterbacks in der eigenen Endzone abfangen. Zuvor jedoch hatte sich der Tübinger pass-rush eines persönlichen Fouls schuldig gemacht, wodurch die Interception im Ergebnis ohne Bedeutung blieb und das Wolfpack seinen drive mit einem Touchdown beenden konnte.

 

Zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit gelang erneut Fabian Wolter, der seinen direkten Gegenspieler gut im Griff hatte, ein weiterer Touchdown über 50 yards. Geworfen von Nelson Stegmeier. Zwischenstand einschließlich PAT: 07:16.

 

Bei selbigem Spielstand ging es in die Pause.

 

Nach der Pause empfing das Tübinger kick-off-return-Team den Ballbesitz und verschaffte der Offense erneut eine gute Feldposition. Hieraus konnten jedoch keine Punkte geschlagen werden.

 

Die Defense der Ritter hielt die Offense der Wölfe bis zu einem 4&1yard in deren eigener Hälfte. Aufgrund einer Strafe jedoch konnten die Wölfe ihren drive fortsetzen und punkteten nach einem langen Pass auf ihren Import-Receiver (#2) zum 14:16 (PAT gut).

 

Beide Offensivreihen brachten in den Folgedrives wenig zustande. Zur Erinnerung: ein derart knapper Sieg hätte den Rittern zur Übernahme des zweiten Tabellenplatzes nicht genügt.

 

Genau diese Stagnation bot den perfekten Zeitpunkt für ein trick play. Die Ritter stellten sich in field-goal-Formation auf und spiegelten den Wölfen vor ein field goal für drei Punkte kicken zu wollen. Nach dem snap folgte jedoch ein Pass von Holder Fabian Wolter auf Receiver Philip Perus zur 14:23 (PAT gut).

 

Gleich darauf konnte Marin Dominikovic einen fumble des flinken wölfischen Quarterbacks auflesen und die Offense der Red Knights, in Gestalt von RB Johannes Winterhalter, profitierten von der ausgezeichneten Feldposition. Neuer Spielstand jetzt 14:30 (PAT gut).

 

Motiviert durch den Spielstand und die gute vorangehende Aktion drehte die Defense der Red Knights richtig auf. Eine Interception von Stefan Schmich verschaffte der Offense den Ball erneut in perfekter Feldposition.

Ab diesem Zeitpunkt überschlugen sich die Ereignisse auf dem Holderfeld. Nach nur einem play verlor die Offense der Red Knights den Ballbesitz aufgrund eines weiteren fumbles. Kurz darauf hieß es wieder Ballbesitz Red Knights durch eine weitere Interception von Philipp ’Pille’ Herrmann.

Die Freude war von kurzer Dauer, denn genau ein Play später konnte sich die Defense der Wölfe über einen erneuten fumble der Tübinger Offense freuen. Es ging weihnachtlich zu.

Schließlich gelang den Wölfen noch ein nicht mehr spielentscheidender Touchdown zum 22:30.

 

Den darauffolgenden onside kick der Wölfe konnten die Red Knights sichern. Es blieb beim 22:30 Endstand.

 

Die Red Knights Tübingen bedanken sich nach diesem nervenaufreibenden, aber doch sehr unterhaltsamen vorletzten Heimspiel bei ihren Fans, Sponsoren, Helfern und natürlich bei dem Bad Mergentheim Wolfpack.

 

Besondere Erwähnung soll noch unser Quarterback Nelson Stegmeier erfahren. Eingesprungen für den verletzen Quarterback Steffen Becker passte er sich schnell an und führte die Red Knights Offense souverän an. Auch in seinem letzten Spiel für die Red Knights konnte er überzeugen. Auf seinem Weg in den USA wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.

 

Be a Red Knight.