14:00 Führung aus der Hand gegeben

Am Samstag kam es auf dem Tübinger Holderfeld zum lang ersehnten Derby zwischen den heimischen Red Knights und den Stuttgart Silver Arrows. In einem körperlichen und hart umkämpften Spiel auf Augenhöhe schafften es jedoch die angereisten Silberpfeile, mit einem knappen 21:14, die Tübinger Ritter auf Distanz halten.

 

Die Gäste, welche bisher ungeschlagen aus allen vier Saisonspielen herausgingen, kamen mit breiter Brust an den Neckar und zeigten in ihrem ersten Drive gleich was ihre Offense ausmacht. Nach an der eigenen 10-Yard-Linie gestopptem Kickoff-Return, schafften es die Silver Arrows mit mehreren langen Pässen das gesamte Spielfeld zu überqueren. Die stärkste Defense der Liga zeigte jedoch im Gegenzug aus welchem Holz sie geschnitzt ist und hielt dem Angriff an der Endzone stand. Der so erzwungene Fieldgoalversuch ging daneben und die Offense der Stuttgarter musste mit leeren Händen das Spielfeld verlassen. In den folgenden Drives ließ sich erkennen wie gleichauf die beiden Teams sind. So fingen die Silberpfeile beispielsweise eine Interception und Tübingen blockte im Gegenzug den nächsten Fieldgoalversuch. Gegen Ende des ersten Viertels kam die Offense der Ritter endlich in Schwung und marschierte mit Läufen durch die Mitte weit in die Spielfeldhälfte der Gäste. Mit einem perfekt geworfenen Pass von Nelson Stegmaier auf Fabian Wolter vollendeten die Hausherren den Drive mit einem Touchdown und gingen, durch den von Jakob Bangen verwandelten Extrapunkt, mit 7:0 in Führung.

 

Im folgenden Kickoff konnte eine Unachtsamkeit der Gäste ausgenutzt werden und ein freier Ball wurde an der gegnerischen 10 Yardlinie erobert. Der Gameplan von Headcoach Sven Diether zeigte Wirkung und mit dem gleichen Rezept wie zuvor machten die roten Ritter mit effektiven Läufen ein ums andere Yard in Richtung Endzone gut. Quarterback Nelson Stegmaier warf den finalen Pass zum Touchdown auf den stark aufgelegten Wolter und wie zuvor versenkte Jakob Bangen den anschließenden Extrapunkt. 14:0 Tübingen.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte schienen die Hausherren alles im Griff zu haben, doch die Stuttgarter Offense ließ sich davon nicht beirren. Diese schaffte es nochmal in Schwung zu kommen und verkürzte mit einem 30 Yard Touchdown-Pass durch die Mitte auf 14:7. Tübingen versuchte den aufkeimenden Mut der Gäste direkt im Keim zu ersticken, verpasste aber das Momentum und wurde aufgrund einiger Fehler zum Punt gezwungen. Der darauffolgende, starke Punt-Return wurde wiederum gefährlich nahe an die 27-Yard-Linie herangetragen. Per schönem Diving Catch gelang so den Silberpfeilen noch Sekunden vor Ende das First-Down direkt an der Tübinger Endzone. Diese Chance ließ sich der momentane Spitzenreiter nicht nehmen und vollendete den letzten Drive der Hälfte mit einem Touchdown und verwandeltem Extrapunkt, wodurch sich beide Teams mit 14:14 in die Halbzeitpause verabschiedeten.

 

Das dritte Viertel startete unspektakulär auf beiden Seiten. Beide Offensiven wurden nach wenigen Versuchen zum Punten gezwungen. Jakob Bangen stach noch mit seinem zweiten Sack im Spiel heraus, welcher einen Raumverlust von 15 Yards für Stuttgart verursachte. Aus dieser so erzwungenen Notsituation schaffte es Julian Haak eine Interception zu fangen, doch die Offense der Tübinger konnte aus diesem Ballgewinn nicht viel machen und musste nach drei Versuchen wieder vom Feld. Die mangelnde Durchschlagskraft im Tübinger Offensivspiel wurden von den Gästen ausgenutzt und so gelang ihnen, gegen Ende des dritten Viertels, der nächste Touchdown zum 21:14. Die Ritter fanden nicht mehr zurück ins Spiel und konnten mit den zuvor so effektiven Läufen auch keine Yards mehr erzielen, weshalb sie immer wieder früh zum Punten gezwungen wurden. Im letzten Viertel schaffte keines der beiden Teams nochmals zu punkten und so blieb es letztendlich beim knappen 21:14.

 

Die Mannschaft bedankt sich für die spannende und hart umkämpfte Partie und freut sich auf das Rückspiel. Nächste Woche geht es für die Ritter zum zweiten Auswärtsspiel der Saison zu den Ostalb Highlanders.