Mühsamer Sieg in Bad Mergentheim

Am Ende war es zwar ein Sieg, doch richtig große Freude kam nach dem 7:13 Endstand beim Team der Red Knights nicht auf, auch wenn man eine drei Jahre anhaltende Heimsieg-Serie des Baden Mergentheim Wolfpacks beenden konnte.

Die Partie begann bei bestem Sommerwetter mit dem Kickoff der Gastgeber, doch der erste Drive der Red Knights endete schon nach drei Versuchen mit einer Interception durch die Bad Mergentheimer Defense. Insgesamt zeichnete sich im Folgenden die erste Halbzeit durch viele frühe Punts und Turnover aus: Die Tübinger Defense konnte durch starken Druck das Passspiel der Wölfe rasch unterbinden, wobei auch ein Quarterback-Sack gelang und ein Punt-Fake gestoppt werden konnte. Die Offense der Ritter machte sich hingegen oft selbst mit Strafen und Unstimmigkeiten in den Spielzügen das Leben schwer, sodass es am Ende des ersten Quarters beim 0:0 blieb.

Im zweiten Quarter konnte das Eis schließlich mit einem Fumble Recovery der Tübinger Defense gebrochen werden: Till Jenisch schnappte sich das herum-springende Ei in der Endzone zum Touchdown. Der Extrapunkt von Kicker Marin Dominikovic gelang ebenfalls. Danach arbeitete die Tübinger Defense gut weiter und schickte die Offense der Gastgeber immer wieder schnell vom Feld. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte dann auch die Offense der Ritter punkten, indem sie ein Missverständnis der Wölfe eiskalt ausnutzten: Da sie durch eine geworfene Flagge kurz irritiert wurde, blieb die Defense der Gastgeber kurz stehen, obwohl die Schiedsrichter den Spielzug noch nicht unterbrochen hatten. Dies erkannte Tübingens Quarterback Steffen Becker sehr schnell und rannte cool selbst zur Endzone. Den Extrapunkt konnte Dominikovic jedoch nicht verwandeln und so stand es zur Halbzeit 0:13.

Für die zweite Halbzeit nahmen sich die roten Ritter vor, in der Offense ihre Spielzüge sauberer zu spielen und in der Defense den Druck aufrecht zu erhalten, doch beides gelang nicht zur vollen Zufriedenheit. Die Gastgeber nutzten nämlich ebenfalls die Pause und stellten von Pass- auf Laufspiel um, wodurch diese wiederum Druck gegen die Defense der Ritter aufbauen konnten. Das dritte Quarter bestand fast ausschließlich aus einem langen Drive der Bad Mergentheimer über das ganze Feld, welcher unter vollem Einsatz der Tübinger Defense noch kurz vor der eigenen Endzone gestoppt werden konnte. 
Im vierten Quarter häuften sich dann auch bei der Tübinger Defense die Foulspiele, weshalb es durch den dadurch verursachten Raumverlust letzten Endes doch noch zum Touchdown für das Wolfpack kam, dessen Kicker auch den Extrapunkt verwandelte. Da die Offense der Tübinger keine Spielzüge mehr zustande brachte und die Gastgeber keine Timeouts mehr übrig hatten, entschied sich Headcoach Sven Diether dazu, die letzte Minute abzuknien, sodass es zum Endstand von 7:13 kam.

Das Team der Red Knights bedankt sich bei den Gastgebern für ein faires Spiel und nimmt sich vor, vor dem nächsten Spiel zu Hause gegen die Ostalb Highlanders im Training einen Zahn zuzulegen.